Auch wenn der Wahlkampf um die Nachfolge des langgedienten Bürgermeisters Heinz Brennenstuhl kurz war – die Bürger haben gezeigt, dass ihnen die Wahl nicht gleichgültig ist. Groß war das Interesse an den Wahlveranstaltungen. Zwei Bewerber haben die Plattform genutzt, um sich und ihre Ideen bekannt zu machen. Zwei Bewerber haben gezeigt, dass die Bürger eine Wahl haben zwischen unterschiedlichen Konzepten und Persönlichkeiten. Diesen Einsatz haben die Wähler honoriert und sich in mehreren Diskussionsrunden mit ihren Kandidaten auseinandergesetzt. Hochspannung hat sich im Wahlkampf dennoch nicht entwickelt. Nicht nur das Thermometer verhinderte eine aufgeheizte Atmosphäre.

Groß war aber offensichtlich die Erkenntnis, dass es auf ein deutliches Ergebnis hinausläuft. So haben es etliche nicht mehr für nötig erachtet, zur Wahl zu gehen.

Für den Sieger ist das zunächst ernüchternd. Für ihn gilt es nun Überzeugungsarbeit zu leisten. Doch die Bürger mehr in die kommunalpolitische Arbeit einzubinden, war ein erklärtes Ziel Auers. Damit sollte es ihm gelingen, auch die zu gewinnen, deren Stimmen er am Wahlsonntag nicht erhalten hat.

matthias.biehler@suedkurier.de