Eines machten der neu fortgeschriebene Feuerwehrbedarfsplan und insbesondere die Ausführungen von Kreisbrandmeister Carsten Sorg zu den Plänen klar: Mittelfristig muss die Gemeinde Gailingen den Bau eines neuen Feuerwehrgerätehauses angehen. Das 1957 entstandene jetzige Gebäude der Feuerwehr entspricht in wesentlichen Punkten nicht mehr den heutigen Anforderungen.

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Das fängt damit an, dass die Stellplätze für die Rettungsfahrzeuge zu eng und die Schulungsräume zu klein sind. Es gibt keine Duschen, Geschlechtertrennung ist beim Umkleiden nicht möglich. Es fehlen eine Abgas-Absauganlage und die Möglichkeit der Schwarzweiß-Trennung der Kleidung. Die Lagermöglichkeiten sind erschöpft.

Die Feuerwehr Gailingen braucht ein neues Gerätehaus. Das bestehende aus dem Jahr 1957 ist den heutigen Anforderungen nicht mehr gewachsen.
Die Feuerwehr Gailingen braucht ein neues Gerätehaus. Das bestehende aus dem Jahr 1957 ist den heutigen Anforderungen nicht mehr gewachsen. | Bild: Ingeborg Meier

Gailingen ist gerade dabei, einen Kindergartenneubau vorzubereiten. Dass zwei große Projekte gleichzeitig nicht zu schultern sind, ist allen Beteiligten klar. Die schlimmsten Mängel müsse man aber dennoch unbedingt versuchen zu beheben, so Bürgermeister Thomas Auer unter Zustimmung der Räte: Die veraltete Elektro-Installation zum Beispiel.

Sicherheit geht vor

Die Sicherheit für die Mannschaft müsse gegeben sein, so lautet auch der Appell von Gemeinderat und Feuerwehrmann Christoph Schneble. Kommandant Jürgen Ruh sah das ebenso. Er bat das Gremium noch um eine andere Regelung. Wie vielerorts sind auch in Gailingen die ehrenamtlichen Kräfte mit der Wartung der Geräte mittlerweile am Anschlag. Nicht grundlos haben andere Gemeinden wie Hilzingen einen bei der Gemeinde angestellten Gerätewart. Und eben deshalb diskutiert der Kreistag auch über die Schaffung zentraler Servicewerkstellen für die Feuerwehren im Landkreis auf dem früheren Hupac-Gelände in Rielasingen-Worblingen. Der Wartungsaufwand habe in den letzten Jahren zugenommen, so der scheidende Kreisbrandmeister Carsten Sorg.

„Wir können das alles ehrenamtlich nicht mehr stemmen.“Jürgen Ruh,  Feuerwehrkommandant von Gailingen
„Wir können das alles ehrenamtlich nicht mehr stemmen.“Jürgen Ruh, Feuerwehrkommandant von Gailingen | Bild: Ingeborg Meier

Darüber hinaus gebe es mehr Einsätze – oft wetterbedingt, wie die vergangene Woche gezeigt habe. „Wir können das alles ehrenamtlich nicht mehr stemmen“, so der Gailinger Kommandant Jürgen Ruh. Er wünsche sich Unterstützung durch einen bezahlten Gerätewart.

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