Wenn zum aufwendigen Kochen die Zeit fehlt, dann bietet sich eine einfache Lösung an: ein überbackener Toast. Irgendwelche Zutaten zum Belegen hat jeder im Schrank, da braucht es nur ein wenig Phantasie. Toastbrot, Butter, eine Scheibe Schinken oder Käse, ein paar Salatblättchen oder ein Apfel – klein geschnippelt, hinein in den Ofen, in zwei Minuten fertig! Einst wurde Brot auf langen Gabeln am offenen Feuer geröstet, dann unter den Grillröhren von Gasherden und seit 100 Jahren auch elektrisch.

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Gegrilltes Brot wird bei der Röstung durch Wasserentzug und Umwandlung von Stärke in Zucker aromatischer. Die leichte Süßlichkeit passt ideal zu edlen Auflagen wie Kaviar oder Räucherfisch. Ein Toast lässt sich delikat auftürmen und überbacken. Ein „Toast Hawaii“ mit Ananasscheibe und Käse überbacken ist ein inzwischen schon etwas altmodisch gewordener Klassiker.

So wirds gemacht

Der verbale Toast entstammt einer englischen Sitte aus dem 18. Jahrhundert: Nach dem Trinkspruch wurde ein Glas heißer Würzwein mit einem gerösteten Stück Brot bedeckt und von Gast zu Gast weitergereicht, jeder nippte und machte eine artige Bemerkung, die Scheibe aber bekam der Ehrengast. Der 4. Earl of Sandwich, John Montagu, war ein leidenschaftlicher Kartenspieler, der oft 24 Stunden hintereinander mit Freunden pokerte.

Während des Spiels wollte er keine Zeit mit Essen verschwenden. Wer heute, wie der Earl, lange mit anderen Dingen beschäftigt ist, versteht wohl die Situation der Pokerrunde, die sich wenig Zeit zum Essen nahm. Damals beauftragte der Earl seinen Koch, zwischen zwei Scheiben Brot jeweils Roastbeef oder Käse zu legen und diese an den Spieltisch bringen zu lassen. Schon bald nannte man diese überall nach ihrem Urheber: Sandwich.