Georg Lange

Der Weihnachtsmarkt in Gaienhofen gehört mit zu den kleinsten und kürzesten, aber atmosphärisch wohl zu den schönsten Adventsmärkten am See. In seiner 19. Auflage flanierten nach langer Pandemie-Pause am Samstagnachmittag bis in den Abend hinein hunderte Besucher durch die 22 Weihnachtsstände im Zentrum von Gaienhofen.

Austern in der Vorweihnachtszeit

Von A wie Austern bis Z wie Zimtsterne bot der Adventsmarkt außergewöhnliche Freuden nicht nur für den Gaumen, sondern auch im Kunsthandwerk. Ein rund 40-köpfiger Chor der Jüngsten aus dem Kindergarten Seestern und dem Naturkindergarten Gaienhofen gehört zu der charmantesten Attraktion auf dem Weihnachtsmarkt. Mit einem kräftigen „Hallo“ und einem „Herzlich Willkommen“ begrüßte der buntbemützte Nachwuchs die Besucher auf dem Dorfplatz.

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Der Preis für die weiteste Anfahrt eines Weihnachtsmarkt-Beschickers gebührte den Franzosen aus der Partnergemeinde Saint-Georges-de-Didonne. 1500 fangfrische Austern aus dem größten französischen Zuchtgebiet brachten sie auf ihrer 1100 Kilometer weiten Anreise mit. Sie verwöhnten die Gäste mit einer cremigen Fischsuppe und mit Weinen aus Anbaugebieten zwischen La Rochelle und Bordeaux.

Mit Nikolaus und Knecht Ruprecht

Aber auch Marion Leschner aus Gaienhofen bot über 400 selbst gefertigte Grußkarten für jeden Anlass an und eine Radolfzeller Beschickerin strickte mit ihrer 80-jährigen Mutter während der Pandemie 600 Ohrwärmer – zur Sicherheit teils mit lichtreflektierendem Garn.

Auf dem Weihnachtmarkt zog der Chor der Jüngsten aus den Kindergärten magisch das Publikum in seinen Bann.
Auf dem Weihnachtmarkt zog der Chor der Jüngsten aus den Kindergärten magisch das Publikum in seinen Bann. | Bild: Georg Lange

Der Weihnachtsmarkt bot zudem Kunstschmiedearbeiten und Holzkrippen in modernen und klassischen Formen sowie Holzsterne in einer Größe von bis zu einem halben Meter, aber auch flexible Hüte aus der portugiesischen Korkeiche und Lebkuchenhäuser wie Schokoladen-Nikoläuse.

Zwei Jugendliche der Höri-Musikschule begrüßten die Besucher mit Trompeten. Und die Bürgerkapelle Hemmenhofen unterhielt mit Liedern der Adventszeit bis in den Abend hinein.