Nach achtjähriger Neu- und Umbauzeit blickt die Evangelische Schule Schloss Gaienhofen stolz auf den Abschluss der Renovation des letzten und größten Gebäudetraktes, der Heimat für die Mittelstufenschüler. Damit ist das über Jahre gewachsene Ziel einer Campusstruktur vollständig umgesetzt, wonach einzelne Gebäude den entsprechenden Klassenstufen vorbehalten sind. Die offizielle Einweihungsfeier musste coronabedingt abgesagt werden. Unter den geladenen Gästen waren Mitglieder der Schulstiftung der Evangelischen Landeskirche in Baden, Vertreter des Kirchenbezirks, der katholischen Diözese Freiburg, der politischen Gemeinde sowie Vertreter der Eltern, Kollegen und Schüler.

Die Schule ist nicht nach Schularten, sondern in Stufen organisiert. Die Unterstufenschüler der Klassen 5 und 6 haben bereits vor zwei Jahren ihr eigenes Gebäude bezogen, seit September füllen Schüler der Stufen 7/8 und 9/10 das frisch renovierte Hauptgebäude mit Leben. Das historische Schloss hingegen ist den Kursstufenschülern vorbehalten. Trotzdem verstehen wir uns als eine Schule“, fasst Schulleiter Dieter Toder zusammen. Die Anordnung der Räume erscheint zunächst ungewohnt: Vier Klassenzimmer bilden einen abgeschlossenen Bereich, wobei der vierte Raum ein offenes Foyer darstellt. Dieser ist als Multifunktionsraum eingerichtet und dient als Differenzierungsbereich für die Schüler der drei Klassenzimmer. Alle Räume sind durch Sichtfester miteinander verbunden, was ein neues Verständnis von Unterricht umsetzbar macht: Schüler lernen und arbeiten nach einer Instruktionsphase weitgehend selbständig alleine oder in Kleingruppen. Der Lehrer widmet sich Einzelnen, die Hilfe benötigen. Er berät und lenkt individuell und hat durch die Sichtverbindung nach draußen Kontakt zu den selbstständig Arbeitenden. Kurz: Er fordert und fördert, so wie es selbsterklärtes Ziel der Schule und damit in der Präambel des Leitbildes festgeschrieben ist. Die Gestaltung der Räume folgt damit der reformpädagogischen Tradition und dem Selbstverständnis der Schule, die auch die Räume der Oberstufe als Lernlandschaften gestaltet hat. Damit werden Formen individualisierten Lernens und Arbeitens möglich. „Durch die moderne technische Ausstattung der Unterrichtsräume ist die Arbeit mit iPads eine Selbstverständlichkeit. Alle Schüler ab Klasse 6 arbeiten mit ihrem eigenen iPad und profitieren von der zusätzlichen methodischen Vielfalt, die diese Geräte mit sich bringen. Erst damit ist individualisiertes Lernen möglich geworden – und da war es folgerichtig, die Räume diesen Anforderungen anzupassen“, erklärt Dieter Toder. Bautechnisch wurde das Gebäude von innen heraus praktisch runderneuert. „Auf diese Weise konnte die ursprüngliche Idee des Architekten Hermann Blomeier erhalten werden“, wie Architekt Jochen Poth sagt. Die Baumaßnahmen umfassten eine Anpassung an heutige Brandschutzvorschriften sowie eine Erdbebensicherung und eine Erneuerung der technischen Infrastruktur. Zudem wurden Elemente wie neue Fenster und eine Frischluftanlage installiert, die ermüdungsfreies Lernen ermöglichen.

Schloss Gaienhofen

bietet am 19. November einen Online-Infoabend für alle interessierten Eltern von Viertklässlern an, die auf der Suche nach einer Realschule oder einem Gymnasium sind. Ein weiterer Online-Infoabend am 25. November wendet sich an die Interessenten für eine weiterführende Schule nach Klasse 10 der Realschule oder nach Klasse 9/10 des Gymnasiums. Infos und Anmeldung unter http://www.schloss-gaienhofen.de

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