Über mehrere Jahre hinweg wurde die Anschaffung eines Mannschaftstransportwagens (MTW) für die Feuerwehr Gaienhofen durch den Haushalt geschleppt. „Zuschüsse für einen MTW gingen in den letzten Jahren kaum noch durch“, erläuterte Bürgermeister Uwe Eisch in der jüngsten Sitzung des Gemeinderates. Doch aus unverbrauchten Kreismitteln könne nun ein MTW mit dem Höchstsatz von 13.000 Euro gefördert werden. Gelder für den Mannschaftswagen stehen seit längerem im Haushalt von Gaienhofen bereit.

Kürzere Lieferzeit gab den Ausschlag bei der Entscheidung – Rat nimmt nicht das günstigste Angebot

Von elf zu einem Angebot aufgeforderten Herstellern erhielt die Gemeinde drei für ein Fahrgestell mit passendem Aufbau. Obwohl sich zwei Angebote in den Anschaffungskosten unterschieden, gab der Gemeinderat der teureren Variante den Vorzug. Denn die Lieferfrist gab deren Hersteller mit sechs Wochen an. Gegenüber der Lieferfrist von zwölf Monaten des günstigeren Herstellers kam beim Bruttopreis der Corona-bedingt gesenkte Steuersatz zum Tragen und nivellierte nahezu den Kostenunterschied.

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Es sei überfällig, den MTW zu beschaffen, die Mittel stünden bereit, die Feuerwehr bitte den Rat, sich für den schnell lieferbaren MTW zu entscheiden, so Eisch. Mechthild Bichele (CDU) sprach sich dafür aus, sich hinter die Feuerwehr zu stellen und der geringer werdenden Akzeptanz in der Bevölkerung entgegenzuwirken. Nach Klaus Sturm (Freie Wähler) müsse die Feuerwehr einsatz- und schlagkräftig sein. Beim alten Fahrzeug seien immer wieder Reparaturen angefallen bis zu dem Punkt, dass es völlig stehen blieb. Er sprach sich im Rat für das schnell lieferbare Angebot aus.

Der MTW diene einem taktischen Einsatz im Brandfall. Bei Bedarf rücken mehr Feuerwehrleute mit dem MTW an den Einsatzort aus, erklärte Eisch. Der MTW sei mit Plätzen für acht Feuerwehrleute ausgestattet und ermögliche damit die Fahrt mit normalem Führerschein, erklärte der stellvertretende Kommandant Peter Jetter den Vorteil für eine größere Einsatzmöglichkeit.

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