Endlich ist es wieder soweit: Dank der Ausnahmen der behördlichen Notbremse, die seit wenigen Tagen gilt, dürfen Gärten wieder für Besucher geöffnet werden, das trifft auch für Hermann Hesses Garten in Gaienhofen zu, wie der Förderverein Hesse-Haus-und-Garten in einer Pressemitteilung schreibt.

„Der Garten ist gerade im Frühjahr eine besondere Augenweide. Das frische Grün in Verbindung mit unzähligen Frühjahrsblühern hat einen besonderen Reiz. Wir sind vorbereitet, Setzlinge historischer Pflanzen und Sämereien warten, und wir freuen uns auf die Gäste“, wird Eva Eberwein zitiert. Sie hat den Garten als Biologin unter ihren Fittichen.

Auch die monatlichen Kräuterwanderungen und Bauerngartenerkundungen sind wieder möglich.

Strenge Hygieneauflagen

Der Garten darf erstmals am Sonntag, 2. Mai, zwischen 11 Uhr und 17 Uhr wieder selbst erkundet werden. Die Besuchsmöglichkeit bietet sich dann jede Woche von Mittwoch bis Sonntag, zwischen 11 Uhr und 17 Uhr.

Voraussetzung für den Besuch ist ein negativer tagesaktueller Schnelltest und das Einhalten der Hygienevorschriften mit Masken- und Abstandspflicht.

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Besucher müssen sich laut Pressemitteilung zudem telefonisch anmelden. Am Einlasstor soll die Nummer 077 35/44 06 53 gewählt werden, der Einlass erfolgt dann individuell, um den Überblick über die Besuchermenge zu behalten.

Garten nach einer Skizze von Hermann Hesse selbst

Nach dem Bau des Hauses 1907 wurde der Garten von Schriftsteller Hermann Hesse selbst geplant. Laut Internet-Auftritt des Mia- und Hermann-Hesse-Hauses in Gaienhofen sei aus Briefen entnehmbar, dass Hesse eine handschriftliche Skizze des Gartenentwurfs fertigte und danach den Garten selbst anlegte.

Die Familie Hesse habe nicht nur einen Selbstversorgergarten mit Gemüse, Beerenobst und Obstbäumen angelegt, sondern auch verschiedene Blumenrabatten mit einer Dahlienzucht. Weitere Lieblingsblumen von Hesse sollen Schwertlilien (Iris), Rosen, Zinnien und andere bäuerliche Blumenstauden gewesen sein.