Im Rahmen der Sonderausstellung „Lotte Eckener. Tochter, Fotografin und Verlegerin“ lädt das Hesse Museum Gaienhofen am Sonntag, 13. Juni, um 11 Uhr zu einem Vortrag von Dorothea Cremer-Schacht ein. Um 14.30 Uhr folgt eine Kuratorenführung mit Dorothea Cremer-Schacht und Siegmund Kopitzki. Für beide Termine ist eine Anmeldung unter Telefon (0 77 35) 44 09 49 oder hesse-museum@gaienhofen.de notwendig.

Spuren in der Kulturregion Bodensee

Lotte Eckener, geboren 1906 in Friedrichshafen, gestorben 1995 in Konstanz, stand laut Einladung zur Ausstellung im Schatten ihres berühmten Vaters Hugo Eckener, dem Wegbegleiter und Nachfolger des Luftschiffpioniers Ferdinand Graf Zeppelin.

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Dabei hat sie als Fotografin und Verlegerin eigene Spuren in der Kulturregion Bodensee hinterlassen. Lotte Eckener studierte in den 1920er-Jahren an der Staatlichen Höheren Fachschule für Phototechnik in München das Handwerk der Lichtbildkunst und perfektionierte es im Atelier von Alexander Binder in Berlin. Nach ihrer Rückkehr an den Bodensee heiratete sie 1936 den Zahnarzt Paul Simon, dessen Namen sie auch trug.

Erster Frauenverlag bei der Buchmesse

Sie entdeckte mit der Kamera die heimische Landschaft und Sakralkunst neu. Nach dem Krieg gründete sie mit Marlis Schoeller den Bildkunst-Verlag in Kattenhorn auf der Halbinsel Höri, den sie ab 1954 mit Martha Koch in Konstanz weiterführte.

Lotte Eckener 1930 in Berlin.
Lotte Eckener 1930 in Berlin. | Bild: Lotte Eckener

Simon + Koch war hierzulande der erste Frauenverlag, der auf der Frankfurter Buchmesse auftrat. Sieben Bücher veröffentlichte Eckener als Fotografin, fast dreißig Kunst- und Fotobände gab sie als Verlegerin heraus. Der Verlag, der sich auch um die „Künstler der Höri“ verdient gemacht hat, bestand bis 1967.

Die Kuratoren der Ausstellung, Dorothea Cremer-Schacht und Siegmund Kopitzki sind Lotte Eckeners Spuren, die zu verblassen drohten, gefolgt. In der Ausstellung werden neben längst vergriffenen Büchern eine Auswahl ihrer Korrespondenzen, private Bilder und bisher nicht ausgestellte Fotoarbeiten präsentiert. Eine Filmdokumentation erinnert an die frühe Luftschifffahrt – ein Thema, das auch Lotte Eckener in ihrer Fotografie aufgriff.

Öffnungszeiten und Corona-Regeln

Die Sonderausstellung über Lotte Eckener kann von Dienstag bis Sonntag zwischen 10 bis 17 Uhr besucht werden. Für den Besuch im Hesse Museum muss ein tagesaktueller negativer Coronatest vorliegen. Davon befreit sind vollständig Geimpfte und Genesene. Weiterhin muss eine medizinische Maske getragen werden, und es gelten die Abstands- und Hygieneregeln.

Außerdem besteht die Pflicht zur Erhebung von Kontaktdaten. Zur Vermeidung von Wartezeiten kann das Datenblatt unter www.hesse-museum-gaienhofen.de heruntergeladen und ausgefüllt mitgebracht werden. Ein Einchecken mit der Luca-App ist ebenfalls möglich. Eintrittskarten gibt es an der Museumskasse. Museumsführungen finden wieder jeden Samstag , 14.30 Uhr statt, eine Anmeldung ist erforderlich.