Ein vom Baurechtsamt geforderte Prüfstatik für den Teilumbau des alten Rathaus zur neuen Tourist-Information sowie ein erforderliches Gutachten für den Brandschutz im gesamten Gebäude führen zu zeitlichen Verzögerungen beim Bauvorhaben. Der Gemeinderat genehmigte die Kosten zusätzlicher Elektroarbeiten sowie die Arbeiten für einen Windfang im Eingangsbereich und Erweiterungsarbeiten für sanitäre Einrichtungen im Obergeschoss des Gebäudes. Für die Tourist-Information gab er grünes Licht für die geplanten Tischlerarbeiten beim Innenausbau. Die Kosten der Gewerke belaufen sich auf rund 147.000 Euro. Insgesamt investiert die Gemeinde mehr als eine Millionen Euro in den Umbau des alten Rathauses.

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Bürgermeister Uwe Eisch zeigte sich in der Sitzung zuversichtlich: „Wir leben auf der Höri vom Fremdenverkehr und nicht von der Industrie.“ Es werde sich zeigen, dass sich diese Investitionen auszahlen. Eisch rechnet bereits in dieser Saison mit einer starken Belegung der Ferienunterkünfte, da viele nun dazu neigen würden, Urlaub im eigenen Land zu machen. Da läge der See als Reiseziel nahe. Als Indiz dient dem Bürgermeister der Horner Campingplatz, der außerordentlich ausgebucht sei. Ebenso könnten Ferienwohnungen vom Bundestrend profitieren.

Zuschuss vom Land

Mechthild Biechele (CDU) befürchtet finanziell ausblutende Gemeinden durch die Folgen der Corona-Pandemie. Die Kostenplanung bereite ihr große Sorgen und Bauchschmerzen. Trotz hoher Umbaukosten würde die Tourist-Information den Haushalt kaum belasten, entgegnete der Bürgermeister: Eine Hälfte der Kosten sei durch einen Landeszuschuss gedeckt, die andere käme aus dem Verkauf der Grundstücksfläche der alten Tourist-Information. Karl Amann (UBL) regte an, die Kosten für die Brandschutz-Sanierung der im Gebäude bereits untergebrachten Gemeindeverbandsverwaltung Höri (GVV) anteilig auf die Gemeinden der Höri zu verteilen. Die Gemeinde trete als Vermieter gegenüber der GVV auf, so Eisch: Sie könne vom Mieter nicht die Kosten der Renovierung verlangen. Die Kosten könnten jedoch künftig in der Miete abgebildet werden.