Gaienhofen Horn – Als leuchtendes Beispiel für den ausgeprägten Gemeinschaftsgeist im Gaienhofener Ortsteil Horn darf das neu eröffnete Haus der Horner Vereine gelten. Das ehemalige Feuerwehrhaus wurde von den Mitgliedern der Narrenzunft Heufresser, der Höri-Biker, des Musikvereins Horn-Gundholzen und des Männerchors Horn in über 650 ehrenamtlichen Stunden saniert und zu einem zentral gelegenen Schmuckstück des Ortskerns umgebaut.

Mit schmissiger Musik des Musikvereins und Ochsenfetzen aus der Hirschen-Küche wurde die Eröffnung dieses Gemeinschaftshauses zünftig gefeiert. Der ehemalige Narrenpräsident Karl Amann ging in seiner launigen Begrüßungsansprache auf die wechselvolle Geschichte des Hauses ein. Ab 1907 stand an dieser Stelle die Schule mit Turnhalle. 1968 wurde die Turnhalle wieder abgerissen und dafür entstand hier das Feuerwehrhaus mit einem Notschlachtungsraum für die Landwirtschaft. Damals habe es in Horn noch 28 Viehbetriebe gegeben. Der Musikverein nutzte das Gebäude zudem als Probenraum.

Als dann die Feuerwehr im Gewerbegebiet Segeten einen Neubau beziehen konnte, stand ihr bisheriges Domizil leer. Nach kontroversen Diskussionen im Gemeinderat entschied man sich, das Gebäude zu erhalten und den Vereinen zur Verfügung zu stellen. Damit sollte die Jugendarbeit gefördert und ein Beitrag zum Gemeinschaftsgeist in Horn geleistet werden. Dieser Plan sollte ein Volltreffer werden.

Mit finanzieller Unterstützung der Gemeinde und mehrerer einheimischer Betriebe krempelten die Vereinsmitglieder die Ärmel hoch. Als Vertreter der Vereine wies Anton Breyer darauf hin, dass offiziell über 650 ehrenamtliche Stunden für die Sanierung des alten Feuerwehrhauses erbracht wurden. Bernd Sutter, der Bürgermeister Uwe Eisch vertrat, zollte großes Lob den beteiligten Vereinsmitgliedern.