Die Grundschule in Horn bleibt erhalten. Ebenso die Haupt- und Werkrealschule an der Hermann Hesse Schule. Beide Schulgebäude sollen mit zusätzlichen Räumen erweitert werden, erläuterte Bürgermeister Uwe Eisch in einem Gespräch mit dem SÜDKURIER.

Für Irritationen im Gemeinderat sorgte eine Überlegung der Verwaltung beide Schularten mit einem Neubau auf dem Schulcampus der Hermann Hesse Schule vereinigen zu wollen.

Land hätte einen Neubau unterstützen müssen

Ein Neubau hätte jedoch nur mit Fördermittel des Landes realisiert werden können, so Uwe Eisch: Bereits im Januar diesen Jahres seien die Gemeinderäte mit einer E-Mail aus dem Freiburger Regierungspräsidium von der Ablehnung potenzieller Fördermittel für eine neue zweizügige Schule in Kenntnis gesetzt worden. Bereits zu jener Zeit war das Projekt veraltet, erläuterte Eisch.

Ein Neubau hätte seinen Charme gehabt, so Uwe Eisch: Beiden Schulen fehlt es an Räumen für den Unterricht sowie für die neuen pädagogischen Angebote. In der Hermann Hesse Schule wurde ein zehntes Schuljahr eingeführt. Sie unterrichtet eine hohe Zahl auswärtiger Schüler und steht ständig an der Schwelle zu Klassenteilern.

Beide Schulen brauchen mehr Platz

Allein der Grundschule in Horn mangelt es an 276 Quadratmeter für eine Mensa, für Ruhe- und Leseräume sowie weiteren 70 Quadratmetern für den Unterricht. Schüler werden derzeit mit Bussen zum Turnen gebracht, erläutert der Bürgermeister die Situation an der Grundschule. An zwei verschiedenen Ausgabestellen wird Mittagessen verteilt.

"Es hätte organisatorisch schon einen Vorteil für einen gemeinsamen Campus gehabt", so Bürgermeister Eisch. Vor allem für die personelle Situation: Hinzu wären nämlich ein gemeinsames Rektorat und die Möglichkeit gekommen, schneller Lehrer austauschen zu können. Doch es habe auch Bedenken und Ängste von Eltern gegeben beide Schularten auf einem Campus vereinigen zu wollen.

Hermann Hesse Schule kann auch so wachsen

Angesichts der guten Bausubstanz der Grundschule und einer überregional angelegten Schulraumplanung entschied sich das Freiburger Regierungspräsidium gegen einen Zuschuss für einen Neubau. Eine neu eingerichtete Schulbaukommission aus Vertretern des Gemeinderates, der Lehrer, Eltern und Verwaltung sollen nun Konzepte für die Erweiterungen an den Schulen erarbeiten.

Beim Bau der Hermann Hesse Schule war bereits ein Baufenster für potenzielle Erweiterungen eingeplant worden. Wie es genau weitergehen soll, darüber wird der Gemeinderat in Zukunft sprechen müssen.

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