Dass die Hermann-Hesse-Tage im Hesse Museum Gaienhofen nur für Fachpublikum geeignet seien, lässt Museumsleiterin Ute Hübner nicht gelten. „Wir wollen keine vergeistigte Veranstaltung präsentieren“, betont sie. Im Zentrum der Hesse-Tage vom 18. und 19. Mai steht der Roman „Das Glasperlenspiel“. „Die Hesse-Tage sollen einem breiten Publikum, vom Hesse-Kenner bis zum interessierten Neueinsteiger, ermöglichen, den schwierigen Roman zu verstehen“, sagt Sabine Giesler vom Kultur- und Gästebüro. Die Vorträge der Reihe sollen dem Zuhörer diesen Roman verständlich machen und auch dazu motivieren, Hesses Werk neu oder wiederzuentdecken.

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Der Auftakt zu den Hesse-Tagen 2019 fällt am 18. Mai um 11 Uhr im Bürgerhaus mit dem Vortrag „Keine Zeit für Glasperlenspieler – Hermann Hesse im Dickicht der nationalsozialistischen Literaturpolitik“. Referent wird Jan-Pieter Barbian sein, Direktor der Stadtbibliothek Duisburg. Weiter geht es um 14.30 Uhr im Hesse-Museum mit einem Vortrag von Lutz Dittrich. Thema ist „Das ungeschriebene Büchlein des Josef Knecht – Eine Flaschenpost aus der Zukunft“. Dittrich ist auch der Kurator der aktuellen Sonderausstellung im Hesse-Museum. Den Versuch einer allgemeinen Einführung in den Roman wagt um 18 Uhr Sikander Singh, Leiter des Literaturarchivs Saar-Lor-Lux-Elsass, im Bürgerhaus.

Musik trifft Literatur

Beim musikalisch-literarischen Abend „Es ist immer ein Trotzdem“ um 20.30 Uhr geht es um die Musik im Glasperlenspiel. Die Lesung hält Michael Speer, Professor für Sprechkunst. Am Cembalo spielt Kirchenmusiker Klaus Schulten, die Moderation übernimmt der Kurator Lutz Dittrich.

Die Aktualität des Romans

Am 19. Mai geht es um 10.30 Uhr im Bürgerhaus los: Dann spricht Rudolf Probst vom Schweizerischen Literaturarchiv Bern zur Entstehungsgeschichte von Hesses Glasperlenspiel. Den Abschluss bildet um 15 Uhr ein Blick von Autor Michael Kleeberg auf die Aktualität des Werkes in Zeiten erneuter Ausgrenzung.

Anmeldung sind möglich unter: (0 77 35) 99 99 12 3 oder
info@gaienhofen.de