Mit Alphornklängen, böhmischer Musik und heißen Dünnele feierten die Gundholzer ihr 18. Dorffest. Das Besondere an diesem ist: Es wandert jährlich von einem Hof zum anderen. "Wir sind jetzt volljährig", scherzen Gastgeber Elvira und Andreas Bruttel stolz. Das Dorffest entstand damals aus einer Initiative der Feuerwehr. Die zunächst lose Zusammenkunft Gundholzer Bürger wuchs zu einem eigenständigen Verein für die Förderung der Dorfgemeinschaft an. Die Feste finden jährlich auf privatem Grund statt. Familie Bruttel räumte für das Fest die großzügige Garage und die über 100 Jahre alte Scheune frei und überspannte die Gebäude mit einem Zelt. Insgesamt fanden auf dem Hof mehr als 300 Besucher einen Sitzplatz.

Viele Dorffeste auf der Höri haben eine touristische Prägung und sind auf den Kommerz angelegt. Beim Gundholzer Dorffest kommen fast nur die Einwohner des Dorfes und der Höri zusammen. Dadurch hat das Fest einen einzigartigen Charakter, den Andreas Bruttel als "hommelig" beschreibt.

Die Gundholzer Dorffeste bringen immer auf sehr charmante Weise die Bürger zusammen. 25 Personen halfen bei der Vorbereitung und Bewirtung mit und verwöhnten die Gäste an ihren Sitzplätzen mit Getränken und heißen Speisen. Selbst die Jugend mobilisierte sich von selbst und half mit Freunden am Dorffest mit: "Das ganze Fest lebt", sagte Andreas Bruttel. "Und wir hoffen, dass die Jungen es irgendwann weitermachen", so Elvira Bruttel. Es gehöre viel Lust auf die Heimat und ein Idealismus mit dazu, erläutert sie die Dorfinitiative.

Auf dem Fest spielten die Höri-Musikanten, eine fünfköpfige Gruppe mit Alpenhörnern und der Musikverein Horn-Gundholzen. Die Clowns Enestine und Calli überraschten die Besucher mit Situationskomik.

Mit den Gewinnen hat der Förderverein bisher den Spielplatz erneuert, den Brunnen bepflanzt und Ruhebänke finanziert sowie den Badestrand mit Kies aufgeschüttet und mit einer Holzbarriere vor den Schwänen geschützt.