Die Umstellung des Regionalbusverkehrs im Landkreis Konstanz hat auch an der Schule Schloss Gaienhofen für viel Chaos gesorgt. Laut dem stellvertretenden Rektor, Gunnar Horn, kam es vermehrt zu Verspätungen an seiner Schule. Gerade die Schüler aus Radolfzell, Rielasingen und Überlingen am Ried seien vermehrt zu spät zum Unterricht erschienen. Um sich ein eigenes Bild zu verschaffen, begleitete Horn die Schüler, die aus Überlingen am Ried stammen am Montag auf ihrem Schulweg. „Ich wollte damit persönlich dazu beitragen, dass bei Eltern und Schülern Vertrauen zum neuen Fahrplan entsteht“, sagte Horn.

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Seine Bilanz fällt durchwachsen aus: Zwar seien alle Kinder pünktlich abgeholt und alle Stationen angefahren wurden, dies aber nur aufgrund der Unterstützung des stellvertretenden Rektors. Denn der Busfahrer habe auf seiner Linie mit Orientierungsschwierigkeiten zu kämpfen gehabt, so Horn. Ab dem Friedhof in Böhringen hin zur Haltestelle in der Singener Straße in Überlingen am Ried und anschließend wieder auf die Hauptstraße in Richtung Bohlingen zurück, habe er den Busfahrer nach eigenen Aussagen geleitet. Ohne sein Zutun wären rund 20 Schüler vergessen worden, versichert Horn.

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Grund für die Testfahrt war der Hinweis von Schülerin Lara Killguss, die auf die Probleme der Linie hinwies. Wie Horn mitteilte, sei der Halt in Überlingen am Ried in der vergangenen Woche erst gar nicht angefahren worden.

Testfahrt geht am Dienstag weiter

Auch am Dienstag will er mit dem Bus nach Überlingen am Ried fahren. Denn nur wenn der öffentliche Nahverkehr funktioniere, würde der Individualverkehr in Form von Eltern-Taxis in Grenzen gehalten, so Horn. Allgemein steht er dem neu entwickelten Nahrverkehrsplan positiv gegenüber. „Nur bei der Umsetzung gäbe es Probleme.“