Das Vokalensemble Gaienhofen, die Kantorei der Evangelischen Schule Schloss Gaienhofen und der Männerchor Singen planen ein großes Konzertprojekt: Zusammen mit der Südwestdeutschen Philharmonie Konstanz führen sie das Requiem des französischen Komponisten Gabriel Fauré (1845-1924) und das „Gloria“ des walisischen New-Age-Komponisten Karl Jenkins auf.

„Diese Probenphase ist sehr wichtig für das sängerische und menschliche Miteinander“: Dirigent Siegfried Schmidgall.
„Diese Probenphase ist sehr wichtig für das sängerische und menschliche Miteinander“: Dirigent Siegfried Schmidgall. Bild: Dorothea Fischer | Bild: Dorothea Fischer

Zwischen den beiden Werken spielt das Orchester aus den Enigma-Variationen Op. 36 von Edward Elgar den Satz „Nimrod“. Sie treten am November in St. Meinrad, Radolfzell, und am 10. November in der Liebfrauenkirche Singen auf (jeweils 19 Uhr).

Der Schicksalstag der Deutschen

Vor dem großen Konzertwochenende am 9. und 10. November trafen sich am nun 80 Mitglieder des Vokalensembles Gaienhofen, 25 Sänger des Männerchors Singen und 40 Jugendliche der Schul-Kantorei gut gelaunt im Chorsaal der Evangelischen Schule Schloss Gaienhofen zu einem zweitägigen Probenprojekt, wie das Vokalensemble in einer Presseinfo berichtet.

Requiem und Gloria bilden einen bewussten Kontrast

„Uns erwartet ein interessanter, spannungsreicher Konzertabend, an einem für das vereinte Deutschland wirklich denkwürdigen Wochenende“, erklärt Schmidgall laut Presseinfo im Hinblick darauf, dass sich am 9. November sehr gegensätzliche Ereignisse jähren: die Pogromnacht von 1938 und die friedliche Demonstration gegen das DDR-Regime am 9. November 1989.

„Wohl wissend um den Kontrast, wollen wir nach Faurés tröstendem, friedvollen Requiem ein Zeichen für den Frieden in unserer Welt setzen, wenn wir im großen Chor das kraftvolle, mitreißende Gloria von Karl Jenkins musizieren.“

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„Gabriel Fauré war scheinbar nicht so besonders fromm – es sind Anekdoten von ihm in Umlauf, die erzählen, dass er bei den Messen zwischen seinen Orgelstücken immer wieder vor die Tür ging, um zwischendurch mal eine Zigarre zu rauchen. Das fand ich schon immer unheimlich sympathisch“, sagt Solo-Sopranistin Julia Küsswetter. „Umso anrührender finde ich sein Requiem.“ Dieses schafft mit seiner speziellen Melodik und Harmonik eine intensive, tröstende Stimmung.