Der Sommer neigt sich dem Ende zu und damit auch die Badesaison. Obwohl er der drittwärmste seit Beginn der Wetteraufzeichnungen war, fällt die Bilanz der Pächter der Strand- und Seebäder in Radolfzell und auf der Höri durchwachsen aus. Der Grund: Hitzewellen waren nur von kurzer Dauer. Ansonsten war der Sommer geprägt von wechselhaften Wetterkapriolen.

Der Mai hat komplett gefehlt

Letztes Jahr habe es langanhaltende Hitzewellen gegeben, berichtet Derya Yildirim, Pächterin des Strandbades auf der Mettnau. Dieses Jahr habe es nur kurze Hitzeperioden gegeben. Besonders in den Ferien habe das gute Wetter oft auf sich warten lassen. „Der Mai fehlt uns komplett. Im Juni, Juli und August hatten wir ein paar schöne Wochen. Jetzt im September ist es so gut wie leer.“ Badeunfälle habe es diese Saison im Strandbad keine gegeben. Sie erklärt: „Wir sind zufrieden, aber es war keine außergewöhnlich gute Saison.“

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Ähnlich wie im Strandbad auf der Mettnau habe es auch im Seebad niedrigere Besucherzahlen gegeben, erklärt Yildirim. Der Familienbetrieb der Familie Stein habe durchgehend positive Rückmeldungen für die Umgestaltung des Seebades bekommen. Weil das Seebad eine zentrale Lage habe und leicht zu Fuß zu erreichen sei, habe es vor allem Abends viele Besucher auf der Terrasse gegeben. Yildirim ergänzt: „Viele Gäste waren nach dem Umbau neugierig und wollten das umgestaltete Seebad besichtigen.“ Die Badesaison endet hier wie im Strandbad auf der Mettnau am 30. September.

Zum Sommerende wird es in den Strandbädern sichtlich ruhig.
Zum Sommerende wird es in den Strandbädern sichtlich ruhig. | Bild: Annika Enzenmüller

„Besonders in den Sommerferien war das Wetter oft schlecht“, berichtet Murat Aktas, Betreiber des Kiosks im Strandbad in Gaienhofen. Die Wasserqualität sei einwandfrei und auch der Wasserpegel wäre im Vergleich zum letzten Jahr hoch gewesen. Durch die wetterbedingt niedrige Besucherzahl sei er allerdings nicht zufrieden mit der Saison.

Kaum Zwischenfälle bei Badegästen

„Es gab kaum Zwischenfälle mit Badegästen“, sagt Uwe Nehlsen von der DLRG. Das liege vermutlich an der geringen Besucherzahl, die auch in Iznang nicht zufriedenstellend sei. Besonders zu Beginn der Sommerferien habe das schlechte Wetter viele Gäste abgeschreckt. Letzte Woche seien noch durchgehend rund 20 bis 25 Stammbadegäste im Wasser gewesen, so Nehlsen. Diese Zahl gehe nun zum Ende der Saison rapide zurück. Die Badesaison ist seit dem Wochenende beendet. Das Restaurant sei noch bis zum Büllefest am 6. Oktober geöffnet.

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Das wechselhafte Wetter sei hier kein Problem gewesen, wie Deniz Gül, Betreiber des Restaurant im Strandbad Moos, berichtet. Sie würden nämlich hauptsächlich von den Gästen am Kiosk leben. Die Terrasse sei immer sehr gut besucht gewesen. „Der niedrige Wasserstand im letzten Jahr hat uns mehr Probleme bereitet. Dieses Jahr hat es regelmäßig geregnet und der Wasserstand war stabil. Ich bin zufrieden mit der diesjährigen Saison“, sagt er.

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Auch János Auer, Pächter des Strandbad Öhningen, ist sehr zufrieden. Er habe den Badebetrieb und den Kiosk erst in dieser Saison übernommen. Der Pächter vor ihm habe sich nach vielen Jahren umorientiert. Die Badesaison ging erst im Juni richtig los, erklärt Auer. Trotz der Wetterschwankungen sei der Sommer super gewesen: „Für meine ersten Erfahrungen im Strandbad waren die Besucherzahlen perfekt.“ Es habe keine Badeunfälle oder sonstige Zwischenfälle gegeben.

Klaus Indlekofer, Pächter des Strandbads in Wangen, wollte sich trotz SÜDKURIER-Anfrage nicht äußern.