Im Herbst beginnt die Umgestaltung des Friedhofs Hemmenhofen mit einer Erweiterung für Baumbestattungen in Form eines Ruhewäldchens sowie mit der Öffnung der alten Friedhofsmauer und der Gestaltung neuer Wegebeziehungen.

Gesamtkosten von rund 170.000 Euro

Allein für landschaftsgärtnerische Arbeiten möchte der Gemeinderat rund 79.000 Euro in die Hand nehmen und übertrug den Auftrag an ein Radolfzeller Gartenbau-Unternehmen. Im naturnah angelegten Ruhewäldchen wird Platz für 185 Urnenbestattungen geschaffen. Die Gesamtkosten der Umgestaltung belaufen sich auf rund 170.000 Euro.

Zunächst sollen fünf Bäume mit 25 Zentimeter Stammumfang und einem Meter Höhe gesetzt werden. Sie bilden jeweils das Zentrum eines Kreises für künftige Urnenbestattungen. Freiraumplanerin Beate Schirmer erklärt dazu, jüngere Bäume würden schneller wachsen. Weitere 16 Hochstamm-Bäume sollen einen Umfang von 18 Zentimeter mit einer Höhe von einem Meter haben. Deren Kronen könnten in Höhen zwischen 180 und 230 Zentimetern wachsen.

Verschiedene heimische Laubbäume

Eine begrünte Fläche im südlichen Teil könnte nach dem Zuspruch des Horner Vorbilds später für gärtnergepflegte Grabfelder genutzt werden, so Bürgermeister Uwe Eisch. Ingo Bucher-Beholz (UBL) schlug vor, dass drei verschiedene Lindensorten im Ruhewäldchen gepflanzt werden, die über Wochen hinweg unterschiedliche Blüh- und Duftphasen entwickeln. Hierfür wären die Sommer-, Winter- und Silberlinde mit ihrem betörenden Duft geeignet.

Zu dem malerisch angelegten Friedhof Hemmenhofen käme so ein besonderes Dufterlebnis hinzu. Planerin Beate Schirmer möchte dagegen durch eine Vielfalt an Bäumen den Artenreichtum heimischer Laubbäume hervorheben.

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Die parkähnliche Baumbestattung soll den Trend zu einer naturnahen Bestattung auffangen. Im Gesamtkonzept der Neugestaltung sollen barrierefreie Zugänge geschaffen, Künstlergräber neu inszeniert und die Fenster der offen angelegten Aussegnungshalle frei gelegt werden.

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