Auch kurz vor Ostern sind die Corona-Zahlen im hegauweiten Vergleich in Engen relativ hoch. Am Dienstag, 30. März, gab es 45 aktuell Infizierte und eine Sieben-Tage-Inzidenz von 298. Mitte der vergangenen Woche musste zum ersten Mal eine Kindergartengruppe wegen eines positiven Falls geschlossen werden. Ende der Woche kam eine zweite Gruppe in einer anderen Kinderbetreuungseinrichtung hinzu,bestätigt Hauptamtsleiter Patrick Stärk. In den Engener Schulen kam es hingegen, so Stärk, bisher noch zu keinen Schließungen.

Wo stecken sich die Menschen an?

Weiterhin habe man es hier mit einem diffusen Ansteckungsgeschehen zu tun, vermittelte der Hauptamtsleiter auf Nachfrage weiter. Wo sich die Betroffenen anstecken ist schwer nachzuvollziehen. Es sei aber zu beobachten, so Stärk, dass die Ansteckungen derzeit hauptsächlich im privaten Bereich stattfänden. Er appelliert deshalb eindringlich, dass sich die Bürger an die vorgegebenen Kontaktregeln halten sollen. Hier und jetzt komme es auf das Verhalten jedes Einzelnen an.

Welschinger Bahnhöfle als Quarantäne-Einrichtung

Das Gerücht, dass in der Gemeinschaftsunterkunft am Welschinger Bahnhöfle alle Flüchtlinge aus dem Landkreis untergebracht seien, die positiv auf das Virus getestet wurden, dementiert Patrick Stärk. Ebenso, dass die Zahl derer die Corona-Zahlen in der Stadt in die Höhe trieben. Selbst wenn im Bahnhöfle zur Eindämmung der Virusverbreitung alle erkrankten Flüchtlinge untergebracht wären, so würden diese nicht in die Engener Corona-Statistik einfließen, sondern jeweils in die des eigentlichen Wohnorts.

Tatsächlich, so Stärk, befänden sich in der Unterkunft mehrere Menschen, die derzeit unter Quarantäne stünden, da sie Kontakt zu Infizierten hatten. Aus diesem Grund befinde sich derzeit auch permanent Sicherheitspersonal an der Unterkunft. Deren Präsenz rund um die Einrichtung war offensichtlich Anlass der Spekulation.