In Hilzingen stellten sich zuletzt bei der Bürgermeisterwahl sieben Kandidaten zur Wahl. Darunter auch zwei Frauen, die bis heute nur eine kleine Minderheit an der Spitze der Rathäuser ausmachen. Dass sich auch in Engen gleich mehrere Kandidaten auf die Stelle des Bürgermeisters bewerben, scheint dagegen eher unwahrscheinlich. Der Attraktivität der Stelle dürfte das nicht geschuldet sein. Engen ist eine prosperierende Kleinstadt mit Charme und einer lebendigen Bürgerschaft. Wenn sich kein weiterer Kandidat melden sollte, dann liegt das wohl eher daran, dass sich potentielle Bewerber in Engen keine guten Chancen auf einen Wahlsieg ausrechnen. Der amtierende Bürgermeister ist bereits seit 24 Jahren im Amt und der Stadt geht es gut. Schaut man auf die Rücklagen von gut 20 Millionen Euro, darf man in Zeiten von Corona sogar sagen: Es geht der Stadt sehr gut.

Schon bei der letzten Bürgermeisterwahl 2012 stand Johannes Moser ohne einen Gegenkandidaten auf dem Stimmzettel. Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass das 2020 auch so ist. Noch ist aber alles offen und bis zur Bewerbungsfrist am 25. August ist es schließlich noch ein Weilchen. Ob Gegenkandidat oder nicht. Wichtig ist, dass der Wahlkampf als Möglichkeit zur offenen Diskussion von den Bürgern genutzt wird. Die Wahlveranstaltungen, ob vor Ort oder auch digital, bieten die Gelegenheit, um mögliche Probleme anzusprechen und Ideen für die Zukunft der Stadt einzubringen. (ker)