Die 50 Jahre alte Welschinger Grundschule muss grundlegend saniert werden. In den vergangenen Jahren, so die Verwaltung, seien lediglich einzelne Erneuerungen und Umbauten vorgenommen worden. Die umfassende Sanierung wird nun aber deutlich teurer als ursprünglich gedacht. Das führte Stadtbaumeister Matthias Distler den Gemeinderäten in der aktuelllen Sitzung vor Augen. Die aktuelle Kostenschätzung liegt gut 400.000 Euro über dem, was bei der Planung 2019 angesetzt und vom Rat beschlossen worden war.

Späte Fördergeldzusage verschiebt Projektstart

Eigentlich hätten die Sanierungsarbeiten bereits im vergangenen Jahr starten sollen. Das ging aber nicht, weil die Zusage der Fördergelder vom Regierungspräsidium erst im Dezember 2020 kam, so Distler. Bei der Planung seien einzelne Alternativen für die Sanierung diskutiert worden. Schließlich habe man sich dafür entschieden, die umfassendste Variante für die Erneuerung der Schule weiter voranzutreiben. 2019 ging die Verwaltung dann von 1.750.000 Euro Sanierungskosten für die Fenster, das Dach, die Fassade sowie die Gebäudetechnik aus. Aufgrund der Verzögerung durch die späte Förderzusage wurde nun eine aktuelle Kostenberechnung für das Jahr 2021 erstellt. Und die liegt mit 2.189.375 Euro deutlich über der ersten Schätzung. Ein Großteil der gestiegenen Kosten, so die Verwaltung, gehe auf die technische Gebäudeausrüstung und die Fachingenieure zurück. Außerdem seien die Baukosten, vor allem die Kosten für Material, so Distler, in den letzten anderthalb Jahren deutlich gestiegen.

Alternativen sollen Kosten senken

Um die Gesamtkosten etwas zu senken, wurden zuletzt Alternativen überprüft, die unterm Strich rund 200.000 Euro einsparen könnten. Diese Varianten sollen in einer der nächsten Gemeinderatssitzungen im April oder Mai vorgestellt werden. Für das weitere Vorgehen braucht es danach noch einmal einen Beschluss des Gemeinderats.