Fronleichnam, ein Hochfest im Kirchenjahr der katholischen Kirche, wird immer 60 Tage nach Ostern und zehn Tage nach Pfingsten gefeiert. An diesem Tag zeigen Katholiken ihre Frömmigkeit. Im Mittelpunkt der Feierlichkeit stehen die Heilige Messe und eine Prozession durch die Straßen. Mit einem Festumzug tragen sie eine konsekrierte Hostie in einer golden verzierten Monstranz, also in einem kostbaren Schaugefäß, unter einem Himmel oder einem Stoffbaldachin durch die Straßen. An verschiedenen Stationen werden Altäre und Blumenteppiche aufgebaut.

„Seht dieses unscheinbare Brot mitten unter uns“, erklärt Dekan Matthias Zimmermann diesen Brauch. „Auch in einem schweren Jahr wie das aktuelle gibt Gott uns Kraft“, lautet seine Botschaft und er ergänzt, dass der Herr den Gläubigen die Kraft gebe das zu tun, was Jesus am letzten Abendmahl getan hatte: er hatte seinen Jüngern die Füße gewaschen und damit ein gutes Beispiel dafür gegeben wie man sein Leben führen und füreinander sorgen solle.

Fest gibt es in dieser Form noch nicht so lange

Fronleichnam ist ein Fest, welches es in dieser Form mit einer heiligen Messe, einer Prozession und Blumenteppichen noch gar nicht so lange in der katholischen Kirche gibt. Er hat eine enge Verbindung zu Gründonnerstag und dem letzten Abendmahl. Da dieser stille Tag jedoch mitten in der Karwoche liegt und das Leiden Jesu im Mittelpunkt steht, feiern Christen die Gegenwart Jesu und die Einsetzung der Eucharistie an Fronleichnam.

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Gemeinsam feiern sie die Anwesenheit Gottes und machen damit deutlich, was ihnen der Leib Christi bedeutet. „Gott selbst kommt im Brot, das wir auch essen“, so Dekan Matthias Zimmermann. Mit Prozessionen und bunten Blumenteppichen werde dies zum Ausdruck gebracht. Da es sich bei Fronleichnam um einen katholischen Feiertag handelt, ist dieser Tag nicht in jedem Bundesland ein gesetzlicher Feiertag. Aus dem Lateinischen wird Fronleichnam mit „Fest des heiligsten Leibes und Blutes Christi“ übersetzt.