In den Seelsorgeeinheiten des katholischen Dekanats Hegau konnten die neuen Pfarrgemeinderäte jetzt endlich nach einer schwierigen Wahl im Zeichen der Corona-Einschränkungen offiziell ins Amt eingeführt werden. Angesichts der anstehenden Veränderungen im Erzbistum Freiburg im Zuge der Kirchenentwicklung 2030 wurde der Wahl eine besondere Bedeutung zugeschrieben, heißt es in einer Pressemitteilung der Seelsorgeeinheiten. Denn es sind spannende Zeiten: Pastoral 2030 lautet die große Aufgabe für den Pfarrgemeinderat in der neuen Amtszeit. „In den nächsten Jahren wird es erneut große Veränderungen geben, die Kirchengemeinden werden zu noch größeren Einheiten zusammengelegt. Das hat auch Auswirkungen auf die Seelsorge und die Gottesdienstplanungen“, schreiben die Verantwortlichen des Dekanats in der Pressemitteilung. Wichtiges Ziel sei es, die Kirche vor Ort auf diese Veränderungen vorzubereiten. In den neu gewählten Pfarrgemeinderäten gehe es nun darum, zentrale pastorale Ziele in einer Pastoralkonzeption für die Kirchengemeinden zu entwickeln und beschließen. Sie sollen für deren Umsetzung, Finanzierung sorgen und den Prozess regelmäßig bewerten. „Dazu gehört auch, pastorale Richtlinien für die Vermögensverwaltung der Kirchengemeinde zu erstellen und den Haushaltsplan zu beschließen“, erläuterte der Gottmadinger Pfarrer Jürgen Waldvogel bei der Verpflichtung neuer und Verabschiedung scheidender Ratsmitglieder in der Gottmadinger Christkönigkirche.

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17 Mitglieder hat der neue Pfarrgemeinderat für die römisch-katholische Kirchengemeinde Gottmadingen. Aus Gottmadingen kommen wie bisher sechs Mitglieder, aus Gailingen vier, aus Randegg drei. Ebringen entsendet zwei Mitglieder in den Pfarrgemeinderat. Auch Bietingen sei in der kommenden Wahlperiode mit zwei Pfarrgemeinderäten vertreten, da sich niemand für den dritten Sitz gefunden habe.

Der Pfarrer konnte die alten und neuen Mitglieder des Pfarrgemeinderats in der Kirche zu einer öffentlichen Sitzung begrüßen. Dort wählte der Pfarrgemeinderat zunächst seinen Vorstand. Neben Pfarrer Waldvogel wurden Johannes Graumann aus Bietingen zum Vorsitzenden des Pfarrgemeinderats gewählt und Natalie Kühnl zu seiner Stellvertreterin. Stefan Burger aus Gottmadingen als Schriftführer vervollständigt den Vorstand. Weitere Mitglieder sind Joachim Beck aus Randegg, Raphael Fischer, Claudia Hänsler und Dieter Heinzmann aus Gottmadingen, Cornelia Lattner aus Randegg, Wolfgang Lohwasser aus Gailingen, Rupert Metzler aus Bietingen, Magdalena Pagliarulo aus Gottmadingen, Johann-Georg Rüede und Christine Schmittschneider aus Ebringen, Matthias Schopper aus Randegg, Erika Seiler aus Gottmadingen, Iris Sienel und Olaf Waldmann aus Gailingen.

Vorstand des Pfarrgemeinderates: Johannes Graumann (Vorsitzender), Natalie Kühnl (stellvertretende Vorsitzende), Pfarrer Dr. Jörg Waldvogel, Stefan Burger (Schriftführer)
Vorstand des Pfarrgemeinderates: Johannes Graumann (Vorsitzender), Natalie Kühnl (stellvertretende Vorsitzende), Pfarrer Dr. Jörg Waldvogel, Stefan Burger (Schriftführer) | Bild: Katholisches Pfarramt Christkönig

Im Dekanatsrat wird die Seelsorgeeinheit weiterhin durch Claudia Hänsler (Gottmadingen) und Cornelia Lattner (Randegg) vertreten. Den Stiftungsrat, der für die Verwaltung des Vermögens der Kirchengemeinde zuständig ist, bilden neben Pfarrer Waldvogel und dem Pfarrgemeinderats-Vorsitzende Johannes Graumann, Iris Sienel als stellvertretende Vorsitzende sowie Stefan Burger, Raphael Fischer, Rupert Metzler, Johann-Georg Rüede und Matthias Schopper. Pfarrer Waldvogel dankte den ausscheidenden Mitgliedern Andrea Riedmüller und Angela Savin (Bietingen), Christine Fischer (Ebringen), Sebastian Walter und Joachim Wiesner (Gailingen) und Simon Ruh (Gottmadingen). Im Weiteren würdigte er die 20-jährige Mitgliedschaft von Claudia Hänsler und Johannes Graumann. Raphael Fischer ist bereits seit 30 Jahren Pfarrgemeinderat. Ihm dankte der Pfarrer insbesondere für 18 Jahre Tätigkeit als Pfarrgemeinderatsvorsitzender, ein Amt, das er nun abgab.

Auch in der Seelsorgeeinheit oberer Hegau für die Pfarrgemeinden Engen, Aach und Mühlhausen-Ehingen haben sich Wochen nach der Wahl trafen sich – nach der Corona bedingten Zwangspause – die neu gewählten Pfarrgemeinderäte der Seelsorgeeinheit zu ihrer konstituierenden Sitzung in der Unterkirche in Welschingen getroffen. Mit dabei waren auch diejenigen, die nicht mehr für das neue Gremium kandidiert hatten. „Das Treffen begann mit einem gemeinsamen Dankgottesdienst in der Welschinger Kirche, in dem die Räte Gott für das gemeinsam Erreichte dankten und um Kraft und Segen für den kommenden Weg beteten“, so Pastoralreferent Manfred Fischer in der Pressemitteilung.

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In der Unterkirche fand dann die Sitzung statt. Nach der Begrüßung durch den Vorsitzenden Michael Biethinger, einem Impuls und einem einführenden Statement über die Rolle des Pfarrgemeinderates durch Pfarrer Matthias Zimmermann, gab es eine Austauschrunde, in der die Räte ihre Motivation und ihre Erwartungen äußern konnten. Dann kam der wichtigste Teil der Tagesordnung, die Konstituierung des neuen Gremiums. Diakon Pirmin Späth, der bereits Vorsitzender des Wahlausschusses war, leitete die Wahl. Mit überwältigender Mehrheit wurde der bisherige Vorsitzende Michael Biethinger wieder zum Vorsitzenden gewählt. Zu dessen Stellvertreter wählten die Räte wieder Christian Jurisch aus Aach. Auch Manuela Dreher aus Welschingen wurde wieder als Beisitzerin ins Vorstandsteam gewählt. Neu in den Vorstand als Beisitzerin wurde Kerstin Dekorsy aus Bargen gewählt.

In den Stiftungsrat wurden Wolfgang Hauser aus Anselfingen, Petra Ellensohn aus Neuhausen, Johannes Henkel aus Engen, Manuela Dreher aus Welschingen, Regina Schutlheiss und Andreas Bohnenstengel (beide Mühlhausen) gewählt. Kraft Amtes sind der leitende Pfarrer und der Vorsitzende Mitglied im Stiftungsrat. Andrea Kohler aus Welschingen und Manuel Will aus Anselfingen) wurden als Delegierte in den Dekanatsrat gewählt. Außerdem wurde Ulrike Häußler aus Engen vom neuen Pfarrgemeinderat als weiteres Mitglied hinzugewählt. Somit zählt der Pfarrgemeinderat nun 19 Mitglieder.

Für die scheidenden Vertreter gab es als Zeichen des Dankes, so Pastoralreferent Manfred Fischer, ein kulinarisches Geschenk.

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