Seine Erfindung fällt in eine Zeit des Fahrrad- und E-Bike-Booms. „Rund 300.000 Räder werden jedes Jahr in Deutschland geklaut“, sagt Egenhard Bader. Der Engener möchte mit dem von ihm konstruierten „Fahrrad-Tresor“ eine sichere und komfortable Unterstellmöglichkeit anbieten. Kompakte fünf auf fünf Meter misst der Kubus aus Aluminiumprofil. Ein Karussell mit 12 Kammern dreht sich im Inneren. Bis zu zwei Fahrräder können je Kammer unterkommen.

„Der Tresor ist sehr einbruchssicher“, verspricht Bader. Nur mit brachialer Gewalt und schwerem Gerät sei überhaupt ein Eindringen möglich. Querverstrebungen schließen ein Durchkommen von Kammer zu Kammer und die Herausnahme der Räder aus. Drei Jahre hat der Prozess von der Idee bis zum Bau des Prototyps gedauert, die Steuerung hat Gerhard Lutz konstruiert. „Ich war gleich begeistert“, sagt der Ingenieur aus Konstanz.

Per Antenne verbänden sich die Fahrrad-Tresore mit einer Cloud-Datenbank, so Lutz. Dort werde die Fahrradgarage verwaltet. Die Fahrradbesitzer können „Tresore„ mit freien Plätzen einsehen und online reservieren. Die Bezahlung erfolgt über EC-Karte oder Bezahl-Apps. Krankenhäuser, Firmen und Schulen könnten Abnehmer werden. „An Freibäder könnte saisonweise vermietet werden“, so Tüftler Bader. Kommunen zeigen Interesse. So kann sich Bürgermeister Johannes Moser zunächst einen Tresor am Bahnhof Welschingen vorstellen. „Damit wir Erfahrung zur Nutzung sammeln“, so Moser. Denn auch bei der Neugestaltung des Engener Bahnhofbereichs könnten die Kuben zum Einsatz kommen.

Auch für die Fassadengestaltung hat die Stadt schon eine Idee: Touristische Motive, Tourenpläner und Ortspläne sollen für den Besuch Engens werben. Die Idee von Egenhard Bader zahlt sich aus, und auch sonst laufe es im Marketing Verein Engen bei vielen Mitgliedern „richtig gut“, sagen Berta Baum und Simona Winter vom Vorstand des Vereins. Und: „Wir sind in den sozialen Netzwerken viel präsenter“, so Winter.