Nur noch wenig Zeit bleibt dem Jugendgemeinderat Engen, um Kandidaten für die anstehende Wahl zu gewinnen. Die Werbung dafür findet auch noch unter erschwerten Bedingungen statt: Waren die Räte früher durch die Schulen gezogen und hatten sich persönlich vorgestellt, muss das jetzige Gremium fast ganz auf virtuelle Werbung setzen. Das hat aber auch Vorteile: Über die sozialen Medien erreichen sie ihre Zielgruppe sicher. In der jüngsten Jugendgemeinderatssitzung besprach man zusammen mit den Gemeinderäten Ines Lutz und Martin Schoch sowie Bürgermeister Johannes Moser die Möglichkeiten. Dabei zeigten sich die jungen Räte kreativ und einfallsreich.

Der Jugendgemeinderat Engen wird im Januar wiedergewählt. Per Facebook und Instagram machen die derzeitigen Mitglieder – im Bild Matteo Utzler – Werbung für die Mitarbeit.
Der Jugendgemeinderat Engen wird im Januar wiedergewählt. Per Facebook und Instagram machen die derzeitigen Mitglieder – im Bild Matteo Utzler – Werbung für die Mitarbeit.

In kurzen Videos, die auf Instagram und Facebook gepostet werden, werden die Mitglieder Fragen zum Jugendgemeinderat beantworten und informieren über ihr Engagement. „Wir wollen außerdem diejenigen ansprechen, die bei der letzten Wahl auf der Nachrückliste standen“, so Elias Hogg. Die Politik-, Klassen- und Gemeinschaftslehrer will man ebenfalls ins Boot holen, da diese gut einschätzen könnten, wer für das Amt in Frage komme. Einige amtierende Räte werden erneut kandidieren, bestätigt der Vorsitzende Matteo Utzler auf Nachfrage: „Sie haben gemerkt, wie viel Spaß die Arbeit im Jugendgemeinderat macht“.

In kurzen Videos werden die Voraussetzungen für die Kandidatur, Aufgaben und die Wahl umschrieben.
In kurzen Videos werden die Voraussetzungen für die Kandidatur, Aufgaben und die Wahl umschrieben.

Die neun Mitglieder können stolz auf ihre Arbeit sein. Auch wenn das vergangene Jahr Corona-bedingt eher ruhig war, machten sie während ihrer Amtszeit regelmäßig auf sich aufmerksam. So erreichten sie die Aufstellung eines zusätzlichen Wasserspenders am Bildungszentrum, regten an den Volkstrauertagen mit originellen Aktionen zum Nachdenken und Mitmachen an. „Außerdem hatten wir eines der erfolgreichsten Flowfestivalsder erfolgreichsten im Jahr 2019, mit einem sehr abwechslungsreichen Programm und vielen Gästen“, so Utzler.

Sie werben um Nachfolger: Die Jugendgemeinderatsmitglieder Elias Hogg, Aaron Küchler, Matteo Utzler, Lili Lutz, Maren Heggemann und Ives Zimmermann wurden bei der Wahl vor zwei Jahren ins Amt geholt.
Sie werben um Nachfolger: Die Jugendgemeinderatsmitglieder Elias Hogg, Aaron Küchler, Matteo Utzler, Lili Lutz, Maren Heggemann und Ives Zimmermann wurden bei der Wahl vor zwei Jahren ins Amt geholt.

Die jungen Räte besuchten außerdem den Landtag, um in die „große Politik“ reinzuschnuppern. Über ihre Aktivitäten informieren sie hauptsächlich über Instagram und Facebook, über die sie auch mit den Jugendlichen in Kontakt bleiben und Umfragen starten. Es gibt aber auch einen „Briefkasten“ im Bildungszentrum, in dem die Schüler ihre Vorschläge und Anregungen hinterlassen können.

Nicht nur im Wahlkampf, auch in der Amtszeit soll der Rat sein Ohr an den Anliegen der jungen Engener haben, das gibt Matteo Utzler auch den künftigen Jungpolitikern mit: „Es gehört zu den Herausforderungen, den Kontakt zu den Jugendlichen zu pflegen. Zusätzlich dazu ist es wichtig, die Kanäle der sozialen Medien effektiv und aktuell zu betreiben“.

Auch intern sei der Austausch wichtig: „Denn nur so kann das Wissen aller Mitglieder gebündelt werden. Außerdem ist eine Arbeitsteilung sehr wichtig, sodass alle Mitglieder am Handeln des Jugendgemeinderats beteiligt sind.“