Die Stadt Aach stellt beim Regierungspräsidium Freiburg einen Förderantrag zur Pflege von Streuobstbäumen. Sollte der Antrag positiv entschieden werden, kann mit einem Zuschuss von 30 Euro für jeden gepflegten Streuobstbaum gerechnet werden. Dabei geht es in Aach momentan um rund 1100 Bäume, bei denen schon das Einverständnis der Eigentümer vorliegt.

Zunächst informierte Hauptamtsleiter Florian Rapp den Gemeinderat über die wichtigsten Formalien zu diesem Förderantrag. Demnach stellt die Stadt für alle freiwillig beteiligten Eigentümer von Streuobstbäumen einen Sammelantrag. Es besteht aber auch die Möglichkeit, selbst einen solchen Antrag zu stellen, beispielsweise zusammen mit Nachbarn. In der Förderperiode von 2020 bis 2025 sollen zwei fachgerechte Schnitte mit insgesamt 30 Euro bezuschusst werden.

Werner Hornstein dokumentiert Bestände

Förster Werner Hornstein stellte das Projekt vor und gab einen Sachstandsbericht: Er sprach zunächst – mit Bildern untermalt – über die reiche Kulturlandschaft in und um Aach. Im Auftrag der Stadt hatte Hornstein zuvor die tatsächlichen Obstbestände erfasst, die Eigentümerstrukturen herausgearbeitet und den Kontakt zu den jeweiligen Bürgern hergestellt.

Die Ergebnisse wurden von ihm in einer Kartierung mit insgesamt 2313 Bäumen aufgenommen. Werner Hornstein machte sich auch die Mühe, die Obstbäume nach ihren Früchten, nach ihrer Größe, dem Alter und ihrem Zustand zu dokumentieren.

1437 Obstbäume brauchen Pflege

Der wichtigste Punkt der Präsentation war die Einschätzung des Pflegebedarfs bis 2025: dabei geht es um 1437 Bäume. Diese Mammutaufgabe will Hornstein in einer Gemeinschaftsaktion aller Besitzer angehen. Bei der Pflege könnten ausgebildete Obstfachwarte, der Forstbetrieb, der Landschaftserhaltungsverband (LEV) sowie engagierte Bürger helfen.

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Bürgermeister Manfred Ossola dankte den beiden Referenten, Florian Rapp und Werner Hornstein, und schlug dem Rat die Zustimmung zu dem Förderantrag vor. Dieser Vorschlag wurde einstimmig angenommen.

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