Schüler, die keinen PC oder ein Tablet zur Verfügung haben, sollen künftig ein solches mobiles Endgerät von ihrer Schule leihen können. Hierfür gibt es Geld vom Bund und Land aus dem sogenannten Sofortausstattungsprogramm. Insgesamt werden hierdurch 500 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Auf Baden-Württemberg entfallen 65 Millionen Euro, die das Land auf 130 Millionen Euro aufstockt. Konkret bedeutet das für Engen, das auf jeden Schüler ein Pro-Kopf-Betrag von 85,84 Euro entfällt. Das ergibt in Engen eine Summe von 140.949,28 Euro insgesamt. Diese Summe wird auf die einzelnen Schulen verteilt und soll zur Anschaffung von PCs und Tablets genutzt werden, die den Schülern möglichst bald zur Ausleihe zur Verfügung stehen sollen.

Medienentwicklungskonzept von den Schulen

Noch sei kein Geld geflossen, gab Bürgermeister Johannes Moser in der aktuellen Gemeinderatssitzung zu verstehen. Zunächst müssten Angebote für die gewünschten Geräte eingeholt werden. Außerdem so Moser, halte er ein Medienentwicklungskonzept seitens der Schulen für erforderlich. Es müsse klar sein, was von den Schülern wirklich benötigt werde. Ist ein Tablet praktischer oder doch ein Laptop. Klar sei jedoch, dass die aktuellen Hilfen nicht nur während der Pandemie Berechtigung haben. „Die Digitalisierung an Schulen wird auch nach der Pandemie nicht wieder zurückgehen“, ist sich Moser bewusst. Den Schulen in Engen gehe es sehr gut: „Wir sind ein guter Schulträger, der viel Geld ausgibt“, gab er zu verstehen.

Geld nur für mobile Endgeräte

CDU-Rätin Erika Fritschi wollte die Zweckgebundenheit des Geldes verdeutlicht haben und so steht nun im Beschluss, dass schulgebundene mobile Endgeräte mit den Mitteln angeschafft werden müssen, um professionelle Online-Lernangebote anbieten zu können. Der Rat beschloss außerdem einstimmig, die zu erwartenden Mittel von Bund und Land auf die Budgets der einzelnen Engener Schulen zu verteilen.