Vor allem die Kinder seien begeistert, so Bibliothekarin Judith Maier-Hagen über das neue Ausleihe-Terminal, das seit kurzem in der Engener Bücherei steht. Ausprobieren konnten es die ersten Kunden schon, am vergangenen Freitag wurde das Gerät von Bürgermeister Johannes Moser und Kulturamtsleiter Velten Wagner offiziell eingeweiht.

Die jüngeren Leser hätten die Bedienung des Touchscreens schnell drauf, die älteren wünschten doch noch den Kontakt zu den Bücherei-Mitarbeitern, erzählt Maier-Hagen. Aber der solle ohnehin nicht verloren gehen. „Wenn das Gerät uns Arbeit abnimmt, bleibt mehr Zeit für das Gespräch“, betont Bibliothekarin Bärbel Oetken.

Noch nicht alle Bücher ausgerüstet

Außerdem ist an der Selbstbedienungsstation vorerst nur die Ausleihe möglich, die Rückgabe erfolgt am Tresen. „Noch sind nicht alle Bücher ausgerüstet“, erläutert Maier-Hagen. Die wieder zurückkommende Ferienlektüre muss erst mit einem so genannten RFID-Transponder – einem Funketikett – ausgestattet werden.

Das Lesegerät an der Selbstbedienungsstation erkennt dann das jeweilige Buch per Funksignal, auch mehrere Bücher können gleichzeitig eingelesen werden. Zusammen mit dem Terminal wurde eine Lichtschranke am Eingang aufgebaut. Wer ein Buch übersehen hat oder es unregistriert mitnehmen möchte, wird optisch und akustisch gewarnt, gleichzeitig werden die Besucher gezählt.

Viele Bücher wurden ausgesondert

Der Corona-Lockdown kam für die aufwändige Etikettierung „genau richtig“, so Bärbel Oetken. So konnte in Ruhe umgerüstet werden. „Ein weiterer Vorteil der Etikettierung war, dass wir ganz viel ausgesondert haben“, ergänzt Maier-Hagen. „Wir konnten so jedes Buch einmal in die Hand nehmen“.

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Kaffeeflecken, veraltete Inhalte bei Sachbüchern oder geringe Nachfrage seien Ausschlusskriterien. Arbeitslos würden die Bibliothekarinnen, Bürokauffrau Karin Wenger und ihr 20-köpfiges ehrenamtliches Team durch das Terminal aber nicht, kann Maier-Hagen beruhigen: „Das Gerät nimmt keine Gebühren ein, hat keine Recherche-Funktion und räumt die Bücher nicht zurück“.

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