Es ist nicht das erste Mal, dass das Thema Vandalismus ganz oben auf der Tagesordnung des Engener Jugendgemeinderats steht. Die Jugendlichen sind verärgert darüber, dass Allgemeingut zerstört wird. Anlass für die Diskussion waren erneute Zerstörungen im Bereich der Grundschule sowie blaue Farbschmierereien auf der benachbarten Skateanlage.

Von dem Vorschlag aus dem Gemeinderat, Kontrollen an der Schule durchzuführen und Bußgelder zu verhängen, halten die Jugendvertreter wenig. Der Platz rund um die Schule sei zu einem sozialen Treffpunkt für viele Jugendliche geworden und Sanktionen träfen meist die Falschen, die dort einfach nur friedlich säßen, so der Tenor im Jugendrat.

Schulen sollen für Thema sensibilisiert werden

Sophia Jedlicka machte stattdessen den Vorschlag, das Thema Vandalismus in den Schulvollversammlungen zu thematisieren. Eine weitere Idee der Jugendlichen ist es, eine Plakataktion an den Schulen zu initiieren. Hierfür möchte Elias Hogg mit den Schulleitungen sprechen.

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Die Jugendvertreter gehen davon aus, dass es sich bei den Verursachern der Schäden um Schüler von Engener Schulen handelt. Deshalb wollen sie auch an den Schulen ansetzen. Tim Strobel, der als Stadtrat den Jugendgemeinderat begleitet, schlug zusätzlich nachhaltige Maßnahmen vor wie die Ausleuchtung des Bereichs.

Interesse für Politik wecken

Der Rat diskutierte außerdem, wie langfristig das politische Interesse von Jugendlichen geweckt werden könnte. Elias Hogg brachte die Idee ein, Workshops an den Schulen anzubieten. Diese könnten im Rahmen von Projekttagen oder auch kurz vor Ende des Schulhalbjahres stattfinden, wenn keine Klausuren mehr anstehen.

Ab Klasse acht könnten Veranstaltungen angeboten werden, zu denen Vertreter aus der Politik eingeladen werden. Hierzu wollen sich die Jugendlichen in einer nicht öffentlichen Sitzung weitere Gedanken machen. Die nächste öffentliche Sitzung des Jugendgremiums findet heute um 19 Uhr im Bürgersaal statt.