In diesem Jahr wird es wieder keinen Ostermarkt in Engen geben. Abermals verhindert Corona, dass das österliche Marktgeschehen stattfinden kann. Laut einer Mitteilung wolle die Stadt das hohe Risiko für eine kurzfristige Absage des Marktes am Sonntag, 3. April, nicht eingehen. Das war zuletzt beim Weihnachtsmarkt 2021 der Fall, als die geltenden Corona-Regeln die Veranstalter kurzfristig zu einer Absage nahezu gezwungen haben.

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Deshalb hat die Stadt Engen bereits jetzt beschlossen, den Ostermarkt in der bisher üblichen Form nicht anzubieten. „Zum einen mussten wir für alle Beteiligten, insbesondere für die Marktbeststücker, Planungssicherheit schaffen“, sagt Wirtschaftsförderer Peter Freisleben. Normalerweise würden – ohne Corona – rund 110 Kunsthandwerker, 30 Einzelhändler (verkaufsoffener Sonntag), 40 Lebensmittel- und Bewirtungsstände den Tag gestalten. „In Summe also 180 bis 200 Akteure“, so Freileben weiter.

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Viele Kunsthandwerker müssten frühzeitig beginnen, die Waren für den Markt zu produzieren und würden deshalb auf eine frühzeitige Entscheidung drängen. „Außerdem bindet eine solche Veranstaltung auch personelle Ressourcen in der Verwaltung, die wir aufgrund der unsicheren Lage lieber für die Organisation eines Alternativprogrammes einsetzen“, so Freisleben weiter. Auch die zum Zeitpunkt der Entscheidung geltende Aussage von Ministerpräsident Winfried Kretschmann, vor Ostern nicht über Corona-Lockerungen zu sprechen, habe die Stadt zur dieser Entscheidung bewogen.

Ablauf soll kommende Woche geklärt werden

Aber die Engener und Hegauer müssen in diesem Jahr nicht gänzlich auf den Ostermarkt verzichten: „Es wird auf jeden Fall ein Osterzauber geben, ähnlich wie im vergangenen Jahr. Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren und nähere Informationen werden bald folgen“, teilt die Stadtverwaltung mit. Auch ein Aktionstag mit verkaufsoffenen Sonntag solle laut Sabrina Küchler von der Stadt Engen wahrscheinlich zeitgleich stattfinden. „Einige soziale Einrichtungen werden sich daran beteiligen. Zudem wird es viel für Kinder geben“, sagt sie. Wenn die Besucher überall in der Stadt Abstand halten können, sollte dies laut Küchler machbar sein. In der kommenden Woche solle es Neuigkeiten zum Ablauf des Aktionstages sowie des Osterzaubers geben, kündigte sie weiter an.

Ein Stück Normalität

Warum sich die Stadt trotz anherrschenden Corona-Pandemie für die Organisation eines Osterzaubers entschieden habe, stehe für Peter Freisleben fest: „Der größte Wunsch der Menschen ist die Rückkehr zur Normalität. Der Wohlfühlwert der Menschen hat auch direkten Einfluss auf die physische und psychische Gesundheit. Deshalb wollen wir mit diesen Aktionen – wenn auch in abgespeckter Version – den Menschen wieder ein Stück Normalität vermitteln.“