Auf der Internetseite der Stadt Engen gibt es Informationen zu beinahe allem, was in der Hegaustadt wichtig ist. Aber die städtische Seite ist in die Jahre gekommen und muss dem heutigen Nutzerverhalten angepasst werden und ein modernes, aufgeräumtes Erscheinungsbild erhalten. Das sahen auch die Vertreter des Gemeinderats so und stimmten der Überarbeitung des digitalen Stadtauftritts zu.

Projekt wurde eigentlich aus dem Corona-Haushalt gestrichen

Bereits Mitte letzten Jahres wurde beschlossen, dass eine Arbeitsgruppe gebildet werden sollte, die mit vier Agenturen Konzeptgespräche für eine komplett neue städtische Internetseite führen sollte. Die hierfür vorgesehenen 40.000 Euro wurden aber aufgrund der Corona-Situation aus dem Haushalt gestrichen. Trotzdem entschloss sich die Verwaltung dazu, Angebote für eine Überarbeitung der jetzigen Seite, also eine abgespeckte Version des eigentlichen Vorhabens, einzuholen. Diese Überarbeitung soll der Seite unter anderem ein modernes Aussehen geben und sie für die Nutzung über mobile Endgeräte optimieren. Zudem soll sich die Seite an den gesetzlichen Vorgaben zur Barrierefreiheit orientieren. Bestehende Module und Features sollen überführt werden und die Tourismusplattform „toubiz“ soll integriert werden, so die Kriterien der Stadt für die überarbeitete Internetseite.

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Bisheriger Anbieter kann besonders günstiges Angebot machen

Der Dienstleister Komm.One, der die jetzige Seite bereits gestaltete, hat für die Überarbeitung ein Angebot für knapp unter 10.000 Euro unterbreitet. Vergleichsangebote, so die Beschussvorlage, beliefen sich auf über 25.000 Euro. Das günstige Angebot der Komm.One beruht darauf, dass verschiedene Grundlagen und Werkzeuge im bestehenden System ohne großen Aufwand übernommen werden könnten, so die Vorlage. Die Agentur hat auch die Auftritte der Städte Konstanz, Singen, Tengen gestaltet.

Lob und Kritik für Projekt

Stadtrat Ingo Sterk (CDU) äußerte Bedenken, dass man mit dieser abgespeckten Lösung „am Zweck vorbeischießt“ und enthielt sich der anschließenden Abstimmung. Axel Pecher als stellvertretender Hauptamtsleiter versicherte jedoch, dass die Überarbeitung den Zugang zu Inhalten deutlich erleichtere. „Das ist keine Billiglösung“, insistierte er. UWV-Rätin Ines Lutz hingegen äußerte sich sehr positiv: „Ich bin begeistert von dem Angebot.“ Bürgermeister Johannes Moser gab noch einmal zu verstehen, dass es sehr positiv sei, dass das Projekt in der derzeitigen Haushaltssituation angegangen werde und versprach: „Wir bekommen dadurch ein sehr schnelles, modernes Erscheinungsbild.“