Pauken in den Sommerferien, das ruft erst einmal keine Begeisterungsstürme hervor – zumindest nicht bei Schülern. Im nächsten Schuljahr nicht mehr im Unterricht mitkommen und schlechte Noten kassieren, weil durch Corona und Homeschooling einfach zu viel Stoff auf der Strecke geblieben ist, aber auch nicht. Hier will das Sommerschulprogramm in Engen ansetzen. Versuchen, dass aktuelle Lücken im Lehrstoff möglichst schnell geschlossen werden. Dabei helfen sollen Abiturienten und ehemalige Schüler, die mit Jüngeren den Stoff nachholen.

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Dass sich auf die Anfrage von Schulleiter Thomas Umbscheiden bereits spontan so viele ehemalige Schüler bereit erklären mitzumachen, ist in mehrfacher Hinsicht ein gutes Zeichen. Es zeigt, dass die jungen Menschen, die das Engener Gymnasium besucht haben, weiterhin einen guten Kontakt zu ihrer Schule pflegen. Es zeigt aber insbesondere den gesellschaftlichen Zusammenhalt vor Ort. Es geht familiär zu in Engen und da hilft man sich. Auch das Engagement der Schulleitungen hat Vorbild-Charakter. Die Schulleiter arbeiten jetzt in weiser Voraussicht ein Konzept aus, damit Schüler nicht noch mehr zu Verlierern der Corona-Krise werden. Und das, obwohl der Unterricht bis zu den Sommerferien noch so viele Fragezeichen dank Abstands- und Hygieneregeln birgt. Warum also nicht die Hilfe von ehemaligen Schülern und angehenden Lehrern mit ins Boot holen und damit einfach mal einen unkonventionellen Weg beschreiten.