Die Corona-Fallzahlen sind seit Wochen auf hohem Niveau im Landkreis. Das Ansteckungsgeschehen ist diffus. Das heißt es lässt sich kaum feststellen wann und wo sich die Menschen mit dem Virus anstecken. Umso mehr treten auch die Kinder als mögliche Überträger in den Fokus.

An den Schulen wird seit Ende der Osterferien zwei Mal pro Woche getestet. Ein Testangebot soll es in Engen nun auch für alle Kindergartenkinder geben. Die Stadt verteilt im Laufe dieser Woche 1500 sogenannte Lolli-Tests an die Kindergärten.

Vor dem Frühstück ein Lolli

Während sich Grundschulkinder für die Teilnahme am Präsenzunterricht testen lassen müssen, sind die Tests im Kindergarten komplett freiwillig. Es habe ganz unterschiedliche Rückmeldung von den Eltern gegeben, berichtet Bürgermeister Johannes Moser auf Nachfrage des SÜDKURIER.

Ein Teil der Eltern lehnten Tests schlicht ab, andere fragten, weshalb man nicht vor Wochen schon mit Tests in den Kitas begonnen habe. Um eine möglichst hohe Testbereitschaft zu erreichen, sollen die Kinder per Lolli getestet werden, und das von Zuhause aus. Die Lollis sind eigentlich eher geschmacklose Stäbchen, die wie ihre süßen Namensgeber einfach kurz im Mund gelutscht werden.

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Ganz wichtig hierbei sei – und deshalb müssen die Tests auch schon aus praktischen Gründen zuhause gemacht werden – dass sie morgens noch vor dem Frühstück und dem Zähneputzen gemacht würden. Praktischer Nebeneffekt: Das Ergebnis ist noch vor dem Besuch des Kindergartens da. Jedes Kindergartenkind soll pro Woche zwei dieser Tests bekommen.

Kommune finanziert Tests

Finanziert werden die kinderfreundlichen Schnelltests erst einmal von der Stadt Engen. „Ob wir das immer so machen weiß ich jetzt auch nicht“, so Bürgermeister Moser zum weiteren Vorgehen.

„Je mehr Menschen wir zum Testen bringen desto besser“, lautet seine Devise. „Wir vertrauen auf alle Eltern eigenverantwortlich zum Schutz anderer Kinder und Familien zu handeln“, verdeutlicht Moser. Ganz besonders betont er: „Jeder positiv Getestete müsste eigentlich als Held angesehen werden, der die anderen schützt.“