Roland Ragg

Die Errichtung einer Zaunanlage im Bereich Natursportpark Hirtenhof und im daran anschließenden Gewann Heger wurde vom Aacher Gemeinderat mehrheitlich abgelehnt. Begründet wurde diese Ablehnung mit einem jederzeitigen Geh- und Fahrrecht auf den dortigen Wegen.

Zunächst informierte der Aacher Bürgermeister Manfred Ossola den Rat über den aktuellen Sachstand bei diesem Bauantrag. So habe man bei einem Ortstermin mit dem Baurechtsamt, dem Amt für Naturschutz und dem Eigentümer festgestellt, dass es hier um zwei Rechtsbereiche geht. Denn ein Teil des bereits errichteten Zaunes befindet sich im Planungsgebiet Naturpark Hirtenhof und der andere Teil in der freien Landschaft.

Verkehr wird durch Zaun blockiert

Die im Bereich des bisherigen Planungsgebietes vorgeschriebenen Zaunarten können in der freien Landschaft nicht verwendet werden. Das Hauptproblem sieht Manfred Ossola nun in der Tatsache, dass innerhalb der Umzäunung gemeindeeigene Wege verlaufen. Diese Wege müssten jederzeit für den Land- und forstwirtschaftlichen Verkehr und auch für Spaziergänger frei sein.

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„Wir wollen nicht ausgrenzen“, so leitete Eigentümer Clemens Scherzinger seine Begründung für den Zaun ein. Es gehe ihm in der Hauptsache um den Freilauf der Pferde und die Ernte von Bio-Heu, bei dem man sich keine Verunreinigungen etwa durch Hundekot erlauben könne. Durch die Sicherung der Außengrenzen mit einem Holzzaun – und nicht mit einem Zaun mit vier Stromlitzen – würden die Wege nach wie vor für jedermann benutzbar sein.

„Das ist kein Zaun mehr, sondern eine Mauer“

„Wenn keine Privilegierung vorliegt, wäre ich dafür, dass der Zaun wieder abgebaut wird“, so Manfred Ossola. „Das ist kein Zaun mehr, das ist eine Mauer“, so die Meinung von Michael Streitberger. Dagegen könnte man mit diesem Holzzaun leben, wenn die Wege zugänglich sind. „Nicht zuerst bauen und dann genehmigen“, diese Meinung vertrat Eberhard Gnirs. Nun sollen die Naturschutzbehörden über das weitere Verfahren entscheiden.