Zum Tag der Städtebauförderung zeigen die Kommunen im gesamten Bundesgebiet, was aus der Förderung unter dem Motto „Wir im Quartier“ erreicht wurde – in Engen am Beispiel des Kinderhauses.

Es sei christliche Tradition, so Bürgermeister Johannes Moser in seiner Begrüßung, sich um das Wohl der Kinder zu bemühen. Das jetzige Gebäude wurde 1946 von den Ordensschwestern Rosa Hug und Charlotte Boedecker als Kinderheimat gegründet. Es diente zunächst der Betreuung von Stadtkindern, die es nach dem Krieg besonders schwer hatten. Lange und sinnvoll habe sich die Kinderheimat zu ihrem jetzigen Aussehen hin entwickelt. 2016 beschloss dann der Gemeinderat die Übernahme der Trägerschaft von Kindergarten und Kinderkrippe. Viele Investitionen und viele Ideen führten dann zum Kinderhaus Sonnenuhr.

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Von der Kinderheimat zu 115 Betreuungsplätzen

Heute bietet das Kinderhaus insgesamt 115 Betreuungsplätze. Davon sind 20 Krippenplätze, 50 Plätze mit verlängerten Öffnungszeiten und 20 Tagesplätze. Dazu kommen noch weitere 25 Tagesplätze mit verlängerten Öffnungszeiten. Die Kosten für die Gemeinde belaufen sich auf rund 2 Millionen Euro. „Ein harter Brocken im Etat, aber wir zahlen das gerne“, bestätigte Bürgermeister Moser. Und da man als Bürgermeister nicht mit leeren Händen kommt, überreicht er Leiterin Elvira Windmüller zur Freude der Kinder ein Dreirad.

 

In vier Jahren hat sich viel verändert

Elvira Windmüller bedankte sich bei der Gemeinde für deren Einsatz zum Aufbau der Sonnenuhr. Die vergangenen vier Jahre hätten im Kinderhaus unglaublich viel verändert. Es seien nicht nur die baulichen Maßnahmen gewesen, auch die räumlichen Gegebenheiten und die Strukturen hätten sich teils grundlegend geändert. Neue Gruppen konnten gebildet werden und das Betreuungsangebot wurde erweitert. Mit dem Anbieten eines Mittagstisches konnte den Bedürfnissen der Eltern und der Kinder entsprochen werden.

„Wir haben ein Haus, mit vielen kleinen Rückzugsmöglichkeiten“, so die Leiterin. Kinder seien die Zukunft. „Und wir sind dankbar, dass die Stadt Engen als kinderfreundlichen Träger unsere Arbeit unterstützt“, schloss Elvira Windmüller.

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Vikar Tobias Herzog und Pfarrer Michael Wurster segneten ökumenisch die Anwesenden und die Gebäude. Sie beteten und baten Gott um Schutz und Frieden.

Auch an anderen Stellen wurde investiert

Im Rahmen der Städtebauförderung hat Engen für Bahnhofsbereich und Altstadt Geld beantragt und bekam die Zusage auf 1,5 Millionen Euro. Diese Zusammenarbeit von Bund, Ländern und Kommunen solle bei den Menschen, die täglich profitieren, noch präsenter werden. 790 Millionen Euro Bundesförderung sind erneut im Jahr 2022 geplant. Die Städtebauförderung hat drei Programme: Lebendige Zentren, sozialer Zusammenhalt sowie Wachstum und nachhaltige Erneuerung. Zu je einem Drittel teilen sich Bund, Land und Kommune die Finanzierung.