Die Grünen wollen einen Kiesabbau im Gebiet Ertenhag ausschließen. In einer Presseerklärung kritisiert die Grünen-Fraktion im Regionalverband die Ablehnung eines Grünen-Antrags in der Verbandsversammlung, das Ertenhag aus dem Teilregionalplan herauszunehmen. Der Antrag wurde mit 16 zu 32 Stimmen, bei 6 Enthaltungen, abgelehnt. Damit wäre ein zukünftiger Kiesabbau möglich.

Das 72 Hektar große Gebiet Ertenhag sei als hochwertiger Mischwald „ein wichtiges Biotop für Klima, Trinkwasser, Menschen, Tier- und Pflanzenwelt und für die Hegau-Landschaft“, erklären die Grünen.

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Würde das vom Regionalverband beschlossene Sicherungsgebiet später zum Abbau freigegeben, ginge ein wichtiger Garant für den Abbau von CO2 verloren, „der Restwald verliert seine Stabilität, nachwachsendes Bau- und Brennholz würde für lange Zeit nicht mehr zur Verfügung stehen, die Tier- und die Pflanzenwelt würden ihren Lebensraum verlieren, das Trinkwasser für Engen und Tengen würde beeinträchtigt, das Kleinklima für Welschingen gestört.“ Zudem bedeute ein neues Kieswerk viel Verkehr, Lärm, Staub und Erschütterung.

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Die Grünen plädieren gegen neue Standorte für den Kiesabbau: „Erst eine Verknappung der Rohstoffe kann bewirken, dass die öffentliche Hand, die Bauwirtschaft, Architekten, Landschaftsplaner und der Endverbraucher Alternativen wie Holzbau und Bauschuttrecycling forciert einsetzen.“