Mafia und Mädchenhandel – keine leichte Kost boten die Autoren ihren Zuhörern in der Stadtbibliothek Engen. Im Rahmen des Literatursommers Baden-Württemberg hatte der Förderverein der Bibliothek den Erfolgsautor Wolfgang Schorlau und seinen langjährigen Freund und Co-Autor Claudio Caiolo zur Lesung eingeladen.

Die Bücher um seinen schwäbischen Kommissar Dengler stehen regelmäßig auf der Bestsellerliste. Mit Commissario Morello verlegten Schorlau und Caiolo bereits im ersten Teil, „Ein freier Hund“, die Handlung nach Venedig. In „Der Tintenfischer“ begibt sich Morello zurück in seine Heimat Sizilien, um zusammen mit seiner Kollegin Anna Klotze ein Flüchtlingsmädchen aus den Fängen der Mafia zu retten. Wo der Stuttgarter Autor Wolfgang Schorlau sonst auf schwäbisches Lokalkolorit zugreifen kann, sind es dieses Mal die Ortskenntnisse des Sizilianers Claudio Caiolo, die dem Roman Authentizität verleihen.

Das könnte Sie auch interessieren

Das Autoren-Duo greift in seinem zweiten Roman erneut brisante Themen auf: afrikanische Flüchtlinge, Menschenhandel und die Verstrickungen von Politik und Mafia. Morello wird zur Kooperation mit dem Mafia-Boss aufgefordert, der die Organisation in einen Konzern verwandeln will, um das Vermögen der Cosa Nostra zu legalisieren. Ein Teil des Vorhabens soll der seit Jahrzehnten diskutierte Bau einer Brücke sein. „Und plötzlich ist dieser Plan tatsächlich wieder aktuell“, so Schorlau.