Mit dem Ökomarkt wird in Engen mittlerweile traditionell die Herbstzeit eingeläutet. Schon Tage zuvor dekorieren Mitarbeiter des Bauhofs die Altstadt mit bunten Drachen und Kürbissen in allen Formen und Farben. Erstmals konnten Markt und verkaufsoffener Sonntag wieder ohne pandemiebedingte Einschränkungen stattfinden. Zwar war der Besucherstrom in den Jahren vor Corona teils deutlich stärker gewesen, dafür war die Stimmung der Besucher umso entspannter. Viele Menschen nutzten den Sonntag, um ganz gemütlich durch die Stadt zu flanieren, hier und da ein Pläuschchen zu halten und die Angebote an den Ständen zu nutzen.

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Von Selbstgenähtem über Glasbläserkunst und Seilerei waren ganz unterschiedliche Angebote vor Ort. Besonders groß war das Interesse an den Mitmachangeboten, wie beispielsweise der historischen Obstpresse. Vor allem Kinder und ihre Eltern griffen zum Messer, schnitten Äpfel klein und drehten am großen Rad der Presse. Ein tolles Erlebnis, zu dem es nach getaner Arbeit ein Glas frisch gepressten Apfelsaft als Belohnung gab. Aber auch wer sich nicht selbst betätigen wollte, fand auf dem Markt vielerlei Gelegenheiten, um sich etwas Leckeres zu gönnen.

Weder Flohmarkt noch Tauschbörse

Angekündigt war auch ein Gartenflohmarkt mit Staudentauschbörse im alten Stadtgarten. Dort zog es auch viele Besucher hin, allerdings fanden sie weder Flohmarkt noch Tauschbörse. Stattdessen zogen dort die Talhof-Kamele von Familie Pahoki alle Aufmerksamkeit auf sich und brachten insbesondere die Kinder zum Staunen.

Ein Anziehungspunkt beim Ökomarkt waren die Kamele vom Talhof, die nicht nur von Kindern bestaunt wurden.
Ein Anziehungspunkt beim Ökomarkt waren die Kamele vom Talhof, die nicht nur von Kindern bestaunt wurden. | Bild: Gabi Hering

Für die fehlende Pflanzenbörse hat Organisatorin Michaela Schramm vom Stadtbauamt eine bestechend einfache Erklärung: „Es gab nur eine Anmeldung für den Flohmarkt“, gab sie zu verstehen. Die Nachfrage wäre durchaus da gewesen, nur eben kein Angebot. Deshalb möchte sie im nächsten Jahr einen zweiten Anlauf wagen und die Aktion dann frühzeitig ankündigen. Dem ein oder anderen Interessierten habe nämlich schlicht die Zeit zur Vorbereitung im eigenen Garten gefehlt.