Der umstrittene Granitblock im Skatepark Engen soll stehen bleiben. Das hat der Jugendgemeinderat in seiner jüngsten Sitzung beschlossen. Über den Block war bereits in der vorvergangenen Sitzung diskutiert worden: Er sei falsch platziert und berge Verletzungsgefahren, so die Klagen, die an die Räte herangetragen worden waren. Ein kurz darauf erstelltes Gutachten gab dem Granitblock allerdings „grünes Licht“.

Dieser Einschätzung wollen auch die Räte folgen. Die Kanten des Blocks könnten eventuell noch bearbeitet und damit abgemildert werden, so der Vorsitzende Matteo Utzler. „Das ist ein guter Kompromiss“, so Jugendgemeinderat Elias Hogg. Er zeige, dass man sich durchaus Gedanken gemacht habe. Eine aufwändige und kostenspielige Versetzung des Steins sei nach dem Gutachten schwer vertretbar.

Fensterbruch, Schlaglöcher, Müll

Sorgen bereitet den Jugendgemeinderäten das Verhalten von Jugendlichen auf der anderen Seite der Stadthalle. Der neu gestaltete Pausenhof der Grundschule sei ein beliebter Treffpunkt geworden. Seitdem finde aber auch Vandalismus statt: Fensterbruch, Schlaglöcher in den Scheiben und Müll werde hinterlassen, so Hauptamtsleiter Jochen Hock.

Gemeinderätin Ines Lutz berichtete, auch ein Sonnensegel sei beschädigt worden. Ein Einsatz des Ordnungsamtes sei schwierig. „Man kann die Jugendlichen wegschicken, aber bei der Sachbeschädigung ist die Beweisführung schwierig. Man müsste den Täter auf frischer Tat ertappen“, gab Utzler zu bedenken.

Aufruf über die sozialen Medien

Strafen – ein Aufenthalt auf dem Schulgelände ist untersagt – oder Videoüberwachung halten weder die Jungräte noch Hock für eine Lösung. „Sie vermummen sich dann halt“, so Hock. Zudem sei ein Einsatz von Kameras auf dem Pausenhof schwierig.

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Vandalismus sei auch am Bildungszentrum ein Problem. „Man merkt, dass eine Stadtjugendpflege fehlt, der Jugendtreff geschlossen ist“, so Utzler. Der Jugendgemeinderat will nun einen Aufruf gegen Vandalismus über die sozialen Medien starten und die Jugendlichen an der Grundschule persönlich ansprechen. „Wir müssen ihnen vermitteln, dass Zerstörung und Vermüllung nicht cool ist“.