Unter erschwerten und den Hygienevorschriften entsprechenden Bedingungen verlief die Hauptversammlung des DRK-Ortsverbandes Engen-Mühlhausen-Ehingen recht reibungslos. Auch die jährlichen Ehrungen, bisher einer der Höhepunkte der Veranstaltung, liefen coronabedingt sehr distanziert, aber nicht weniger herzlich ab.

„Wir haben den Vorschriften entsprechend die Möglichkeit genutzt, unsere Hauptversammlung termingerecht abzuhalten“, erklärte der Vorsitzende, Bürgermeister Johannes Moser, und erläuterte die Hygienevorbereitungen, den Ablauf sowie das Verhalten während der Versammlung. Bis auf den Wechsel beim Schriftführeramt wurde der gesamte Vorstand wiedergewählt.

Die Einschränkungen durch die Corona-Pandemie wirken sich auch auf den Sozialdienst des DRK-Ortsverbandes aus. Der Sozialdienst ist zunächst nicht wieder in Betrieb, musste Vorsitzender Johannes Moser berichten. „Wir warten hier noch weitere Verordnungen ab, hoffen aber, den Einsatz in den meist kleineren Gruppen bald wieder aufnehmen zu können.“ Gerade in den Seniorengruppen sei der Wunsch nach sozialem Kontakt immens groß, ist der Bürgermeister überzeugt. Im vergangenen Jahr herrschte reges Leben beim Sozialdienst. Die Senioren unternahmen Ausflüge, trafen sich zu Gymnastik und gemütlichem Beisammensein.

Den Bericht der Bereitschaft stellte die Bereitschaftsleiterin Petra Nagel-Kümmerle vor: Derzeit besteht der DRK-Ortsverein Engen aus 78 Helfern. Diese kommen aus der Kernstadt und sieben Ortsteilen sowie aus Mühlhausen-Ehingen, Singen und Radolfzell. Für die Sanitätsdienste und Einsätze ergibt sich daraus ein Personalstand von 37 Helferinnen und Helfern. Aufgrund von Schulungen, Studium oder Mutterschutz stehen im Moment von 37 Helfern 24 direkt zur Verfügung.

Der wiedergewählte Vorstand des DRK-Ortsvereins Engen (von rechts): Jürgen Stille (Beisitzer), Hans-Peter Lehmann (2. Vorsitzender), Johannes Moser (Vorsitzender), Irene Hinze (Kasse), Petra Nagel-Kümmerle (Bereitschaftsleiterin), Matthias Kümmerle (Bereitschaftsleiter) und Patrick Broszio (stellvertretender Bereitschaftsleiter).
Der wiedergewählte Vorstand des DRK-Ortsvereins Engen (von rechts): Jürgen Stille (Beisitzer), Hans-Peter Lehmann (2. Vorsitzender), Johannes Moser (Vorsitzender), Irene Hinze (Kasse), Petra Nagel-Kümmerle (Bereitschaftsleiterin), Matthias Kümmerle (Bereitschaftsleiter) und Patrick Broszio (stellvertretender Bereitschaftsleiter). | Bild: Jürgen Waschkowitz

Die Bereitschaftsleitung nahm an 201 Terminen teil und wendete dazu 1328 Stunden auf. Im Jahr 2019 wurde die Bereitschaft zu 91 Sanitätsdiensten angefordert. Diese Dienste wurden von 30 Helfern in 1698 Stunden abgewickelt. Der Ortsverband Engen unterstützt auch andere Ortsvereine. Viel Einsatz fordern die Blutspendetermine und Fortbildungen.

Die Bereitschaftsmitglieder bildeten sich an 15 Dienstabenden für ihre Aufgaben weiter, insgesamt brachten sie dafür 1035 Stunden auf. Zwölf Helfer nahmen an verschiedenen Lehrgängen und Fortbildungen teil. Auch die Kameradschaftspflege kam nicht zu kurz: Höhepunkt war ein Ausflug mit zahlreichen Impressionen. Bei der Breitenausbildung engagierten sich sieben motivierte Ausbilderinnen und Ausbilder. In 15 Kursen wurden insgesamt 170 Personen aus- oder weitergebildet. Ein beeindruckendes Zeugnis der Vielfalt und des großen Einsatzbereiches des Ortsvereins vermitteln die 8523 Stunden Einsatz der Mitglieder.

Stolz auf Jugendarbeit und das Betreuerteam

Ausbildung, Schminkkurse und Spaß standen im Mittelpunkt der Aktivitäten der Jugendrotkreuz-Abteilung. „Wir sind sehr stolz auf unser Jugendrotkreuz und ihr Betreuungsteam“, so der Vorsitzende Johannes Moser. „Die Jugendlichen sind sehr aktiv, kreativ und wichtig für unsere Nachwuchsarbeit.“

Für das laufende Jahr sind einige Aktivitäten geplant. So wird Patrick Broszio einen Plan zum Einsatz für „Helfer vor Ort“ erstellen. Diese Gruppe soll eingerichtet werden, damit im Notfall, wenn die Anfahrt des Rettungsfahrzeuges länger dauert oder alle Fahrzeuge im Einsatz sind, eine ausgebildete Person die Erstbetreuung übernimmt.

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