Sie pendeln jeden Morgen zur Schule: Chiara Spälte, Antonia Kezic und Robin Thoma. Wer oft mit den öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs ist, weiß: manchmal muss man viel Geduld mitbringen. Bus- und Bahnfahren kann auch mal umständlich sein. Auch Chiara Spälte, Robin Thoma und Antonia Kezic können davon ein Lied singen. Sie sind Schüler des Gymnasiums in Engen und fahren jeden Morgen mit dem Bus zur Schule. Die 15-jährigen Schulfreunde leben auf dem Dorf. Chiara Spälte kommt aus Büßlingen und fährt mit den Buslinien 300 und 301 um nach Engen zu kommen. Sie steigt in Blumenfeld um.

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„Der Unterricht beginnt um 7.35 Uhr. Ich verlasse um 6.15 Uhr das Haus um pünktlich da zu sein“, erzählt sie. Die Linien fahren zu sehr unregelmäßigen Uhrzeiten, erzählt die 15-Jährige, was für die Schüler manchmal ungünstig sei. „Gerade wenn wir nach der fünften Stunde Schule aus haben, ist es sehr knapp den Bus zu erwischen. Die Linie fährt auf der anderen Seite unserer Bushaltestelle ab. Oft sieht uns der Busfahrer zwar kommen, fährt aber los, weil er seinen Zeitplan einhalten muss. Für uns ist dann eine lange Wartezeit vorprogrammiert. In so einem Fall lassen wir uns dann von unseren Eltern abholen.“ Auch Robin Thoma fährt mit den Linien 300 und 301 zur Schule. Er steigt in Beuren am Ried dazu. Er beklagt ebenfalls die unregelmäßigen Fahrzeiten. Hinzu komme die Auslastung der Busse. „Gerade mittags ist der Bus sehr voll. Manchmal können nicht alle Schüler mitgenommen werden. Die müssen dann auf den nächsten warten oder sich von jemanden abholen lassen.“

Bild: Verchio, Graziella

Chiara Spälte fährt in ihrer Freizeit entweder mit dem Mofa oder lässt sich von den Eltern aus dem Dorf fahren. „Ich würde mir wünschen, dass die Busse öfter fahren. Vielleicht würde ich dann auch in meiner freien Zeit öfter den Bus nehmen. Die Linien sind knapp getaktet, da würde ich mir etwas mehr Spielraum wünschen. So ist es noch sehr unattraktiv“, so Chiara Spälte. Und Mitschüler Robin Thoma ergänzt: „Ich finde zu Stoßzeiten könnten auch zwei Busse fahren. Gerade jetzt wegen der Pandemie wäre das sinnvoll“, sagt er. Derzeit macht der Schüler den Rollerführerschein um unabhängiger zu sein. In seiner Freizeit wird er oft von seinen Eltern mit dem Auto gefahren.

Draußen vor der Tür warten

Schülerin Antonia Kezic wohnt in Ehingen und fährt jeden Morgen mit der Linie 306 zur Schule nach Engen. Für sie sind die Fahrzeiten unpraktisch, erzählt die 15-Jährige. „Ich bin entweder 30 Minuten zu früh da oder komme genau um 7.35 Uhr in Engen an. Wenn ich mit dem zweiten Bus fahre komme ich ein paar Minuten zu spät in den Unterricht.“ Manche Lehrer hätten dafür Verständnis, dennoch dürfe es nicht zur Regel werden. Das Problem an der ersten Busfahrt: „Wenn ich den nehme, muss ich manchmal draußen warten, weil die Schule noch geschlossen ist. Im Winter ist das nicht immer angenehm“, sagt sie. Daher würde auch sie sich wünschen, dass mit dem neuen Fahrplan die Fahrzeiten angepasst würden. „Es wäre gut, wenn es Schülerfreundlicher wäre.“

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Genauso wie ihre Mitschüler wünscht sie sich mehr Busse. „Der Bus ist manchmal so voll, dass der Fahrer an manchen Haltestellen gar nicht hält, sondern durchfährt. Die Schüler werden dann einfach stehen gelassen. Es kommt dann aber auch kein zweiter Bus nach, der den Rest mitnimmt“, bemängelt sie. Alles in allem sind die jungen Leute dennoch froh mit dem Bus zur Schule fahren zu können. Denn: „Die Alternative wäre, dass uns jemand fahren müsste. Da unsere Eltern berufstätig sind, würden wir gar nicht nach Engen kommen“, sind sich Chiara Spälte, Antonia Kezic und Robin Thoma einig.