Bereits seit 1965 gibt es einen rechtskräftigen Bebauungsplan im Bereich der Engener Maierhalde. Doch dieser gilt nur für die Häuser, die nach 1965 dort gebaut wurden. Tatsächlich standen bei der Aufstellung des Bebauungsplans für das Wohngebiet aber schon eine große Zahl an Einfamilienhäusern. Für diese Gebäude gilt baulich der Paragraph 34 nach dem sich die Häuser in die Örtlichkeit einfügen müssen. Diese zweierlei Rechtsgrundlagen führen zu der aktuellen Situation, dass der Umbau eines Hauses, das vor 1965 gebaut wurde, mit Flachdach genehmigt wurde. Gleichzeitig sieht der dortige Bebauungsplan keine Flachdächer vor, so dass ein aktuell geplanter Neubau rein rechtlich kein Flachdach bekommen dürfte.

Gleiches Recht für alle

„Man will den Bauherren entgegen kommen“, gab Stadtbaumeister Matthias Distler im Gemeinderat zu verstehen. Deshalb möchte er eine Änderung des Bebauungsplans, um im Wohngebiet gleiche Regelungen für die Dachform zu haben. Die Grundsätze der Planung sollen ansonsten aber nicht verändert werden, so Distler. Der Gemeinderat beschloss einstimmig die Aufstellung einer Änderung des Bebauungsplans „Maierhalde 1. und 2. Erweiterung“.