Die 55 Abiturienten des Engener Gymnasiums nahmen unter einem pfirsichfarbenen Julimond Abschied von ihrer Schule. Alle Schüler haben den Abschluss bestanden – und das mit Bravour. Mit einem Gesamtdurchschnitt von 2,2 geht der Jahrgang als zweitbester in der Geschichte des Gymnasiums ein.

Unter den Pandemie-Bedingungen sei dies eine besondere Leistung, hob Ernst Schmalenberger bei seiner Ansprache hervor: „Einen großen Teil eurer Kursstufe 1 und die ganze Kursstufe 2 musstet ihr die Vorbereitungen auf eure Prüfungen im Unterricht unter Corona-Vorgaben erleben“, so der stellvertretende Schulleiter des Gymnasiums.

„Ihr habt alles gegeben“

Die Prüfungssituation in der Großsporthalle, an Tischen mit Abstand und Maske, werde er nie vergessen. Auch wenn nicht alle Arbeiten gleich bewältigt wurden, hätten alle bestanden: „Egal wie, ich bin mir sicher, ihr habt alles gegeben und dürft deswegen mit euch zufrieden sein“, so Ernst Schmalenberger. Auch die Eltern dürften auf ihre Kinder, aber auch auf sich selbst stolz sein: „Sie waren in den vergangenen anderthalb Jahren Eltern unter erschwerenden Pandemie-Bedingungen“, dankte der stellvertretende Schulleiter.

13 der 55 Engener Abiturienten wurden für besondere Leistungen ausgezeichnet: Niklas Schneider, Pascal Bach, Amelie Hoffmann, Ken Briel, Adrian Sopio, Felix Maier, Naemi Rudisile, Michelle Wahl, Johanna Hagemann, Annamarie Stump, Miriam Reimer, Hanna Nickel und Peter Umbscheiden.
13 der 55 Engener Abiturienten wurden für besondere Leistungen ausgezeichnet: Niklas Schneider, Pascal Bach, Amelie Hoffmann, Ken Briel, Adrian Sopio, Felix Maier, Naemi Rudisile, Michelle Wahl, Johanna Hagemann, Annamarie Stump, Miriam Reimer, Hanna Nickel und Peter Umbscheiden. | Bild: Holle Rauser

Sie hätten in den Lockdown-Zeiten ihre Familie und ihre Arbeit organisiert, den Schulbesuch ihrer Kinder ermöglicht und diese oftmals mit viel Geduld aufgemuntert. Auch unter der Ausgangssperre hätten die Jugendlichen und ihre Eltern sicher gelitten.

„Seid mutig, nutzt eure Talente“

Dem Kollegium und Schulleiter Thomas Umbscheiden zollte Ernst Schmalenberger Respekt für ihr Engagement, ihre Motivation, Geduld und Langmut. Der Einsatz des Schulleiters für eine schnelle digitale Ausrüstung und das Schul-Testzentrum habe den Corona-Unterricht erträglicher gemacht und die Abiturienten zum Erfolg geführt.

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Corona werde die Absolventen weiter begleiten, ob bei Praktikum, Studium, Job oder Reisen, ist sich Schmalenberger sicher. Dennoch wünsche er, dass beim Aufbruch in den neuen Lebensabschnitt die Freude überwiege. „Seid mutig, nutzt eure Talente, findet und seid wahre Freunde“, gab er den Abiturienten auf ihren Weg mit.

„Ihr könnt stolz auf Euch sein“

„Es ist eure Zukunft“, betonte Bürgermeister Johannes Moser in seinem Grußwort an die Schüler. Nicht nur die Pandemie habe das Leben verändert, auch der Klimawandel sei mit den Ereignissen der letzten Wochen greifbar geworden. „Hier kommt es auf uns alle an, mischt aktiv mit“, forderte Moser auf. Für die Schulabgänger sei das Corona-Jahr kein verlorenes: „Ihr habt gelernt, mit Problemen fertig zu werden und könnt stolz auf euch sein“.

Ernst Schmalenberger geht in Ruhestand. Martina Saalfrank hielt eine Abschiedsrede.
Ernst Schmalenberger geht in Ruhestand. Martina Saalfrank hielt eine Abschiedsrede. | Bild: Holle Rauser

Martina Saalfrank vom Schulförderverein Initiative Bildungsstandort Engen dankte den Lehrern im Namen der Eltern. Den Abiturienten riet sie, auf ihr Herz zu hören: „Sie werden einen Weg gehen, der für sie passt“. Ernst Schmalenberger, der in den Ruhestand geht, würdigte Saalfrank als „Lehrer der ersten Stunde“.