„Wir werden vermutlich recht glimpflich aus der Corona-Krise kommen“, zieht der Aacher Bürgermeister Manfred Ossola eine recht positive Zwischenbilanz. Nur wenige Bürger wurden vom Virus infiziert. Sie waren in Quarantäne und gelten inzwischen als geheilt. Auch die finanziellen Auswirkungen auf den laufenden Haushalt halten sich in überschaubaren Grenzen. In der jüngsten Gemeinderatssitzung informierte der Bürgermeister die Gemeinderäte mit dem wichtigsten Zahlenmaterial und erklärte in einem Pressegespräch das weitere Vorgehen.

Die Coronakrise bringt die Vorhaben der Stadt Aach nicht in Gefahr. Die bezuschusste Innenortssanierung um das Rathaus und den Mühlenplatz wird in Angriff genommen.
Die Coronakrise bringt die Vorhaben der Stadt Aach nicht in Gefahr. Die bezuschusste Innenortssanierung um das Rathaus und den Mühlenplatz wird in Angriff genommen. | Bild: Jürgen Waschkowitz

„Zurzeit sind uns in Aach keine infizierten Personen gemeldet“, zeigte sich Bürgermeister Manfred Ossola im Pressegespräch zufrieden: „Gleich zu Beginn der allgemeinen Maßnahme hatten wir zwei infizierte Bürger in Quarantäne aus einer Familie. Später kamen noch einmal zwei Einzelpersonen dazu. Alle gelten mittlerweile als gesund.“

Ein Corona-Opfer schmerzt den Bürgermeister allerdings seht: „Die Blumenboutique hat wegen der zwangsverordneten Schließung im März bis in den Mai wegen der Unsicherheit, wann und wie es weiter geht, die Ladentür für immer geschlossen. Ein herber Verlust für Aach„, bedauert er.

Hier soll eine Brücke über die Aach und ein Fußweg das Baugebiet „Auf dem Ösch“ mit dem dem Areal rund um den Discounter verbinden.
Hier soll eine Brücke über die Aach und ein Fußweg das Baugebiet „Auf dem Ösch“ mit dem dem Areal rund um den Discounter verbinden. | Bild: Jürgen Waschkowitz

In der Schule konnte der angeordnete Unterrichtsbetrieb wieder aufgenommen werden, genügend Lehrkräfte stehen zur Verfügung. Auch die Öffnung des Kindergartens – für die Hälfte der gemeldeten Kinder – wird derzeit vom Personal vorbereitet. „Wir sind sicher, dass in beiden Einrichtungen nach den vorgegebenen Kriterien der vorläufige Betrieb ohne größere Probleme wieder aufgenommen werden kann“, ist der Bürgermeister zuversichtlich.

Erfreulich war auch ein weiterer Tagespunkt in der Sitzung des Gemeinderates: Der Bürgermeister informierte den Rat über den Antrag auf Baugenehmigung eines Gewerbebetriebes mit mehreren neuen Arbeitsplätzen zur Produktion und zum Vertrieb von chirurgischen Instrumenten.

Mittel für Investitionen verringern sich etwa um 200.000 Euro

Auch das von Daniel Enderle, Leiter des Rechnungsamtes, zusammengestellte Zahlenwerk über die voraussichtlichen coronabedingten finanziellen Einbußen, klingt optimistisch.: Zwar werden sich nach Schätzung des Kämmerers die noch vor der Corona-Krise 700.000 Euro voraussichtlich zur Verfügung stehenden Mittel für Investitionen etwa um 200.000 Euro verringern“, erklärt Bürgermeister Manfred Ossola. „Doch wir werden unsere wichtigen Vorhaben trotzdem verwirklichen können“, ist er fest überzeugt.

„Bei der Innerortssanierung“, so Ossola, „können wir mit rund 1,2 Millionen Zuschüssen rechnen, die wir natürlich nicht verfallen lassen wollen. Außerdem soll auch die Brücke über die Aach zur fußläufigen Verbindung des Baugebietes Auf dem Ösch mit dem Discounter noch in diesem Jahr verwirklicht werden.“

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