Das Ariang-Quintett, fünf Musiker und Musikerinnen der „Jungen Deutschen Philharmonie“, führten im Museum der Stadt Engen das musikalische Märchen „Der gestiefelte Kater“ von Peter Marino auf. Neben der Musik zog Sprecherin Johanna Krumstroh mit ihrer außergewöhnlichen Erzählkunst die meist noch im Kindergartenalter befindlichen Kinder in ihren Bann.

Gelungene Kombination aus Ton und Text

Zu Beginn des musikalischen Märchens stellte Johanna Krumstroh die Interpreten, die Instrumente und deren Bezug zu dem Märchen vor. Den Kater spielte Fredericke Timmermann auf der Oboe. Der Müllerssohn wurde von Steffen Dillner auf der Klarinette verkörpert. Sebastian Schindler verschaffte sehr eindrucksvoll dem König mit dem Horn Gehör. Das von Jacob Karwath gespielte Fagott passte bestens zum bösen Zauberer. Zur Prinzessin gehörten eher die leiseren Töne, die von Sakura Kindynis auf der Flöte gespielt wurden. Alle fünf Instrumentalisten gaben bei ihrer Vorstellung beachtliche Kostproben ihres Könnens ab.

Noch bevor die Musik einsetzte gab Johanna Krumstroh eine kleine Einführung in das von den Gebrüdern Grimm im Jahre 1812 geschrieben Märchen „Der gestiefelte Kater“. Demnach hatte ein Müller drei Söhne. Als er starb, bekam der Älteste die Mühle, der Mittlere einen Esel und für den jüngsten Sohn blieb nur noch der Kater übrig. Dieser hatte Mitleid mit dem Sohn und sprach: „Lass mir ein Paar Stiefel machen und es soll dein Glück sein!“ Auf diesen Vorschlag ging der Müllerssohn ein. Mit allerlei pfiffigen Ideen konnte der Kater dann dem beim Erbe ungerecht behandelten Sohn zu Reichtum und Liebe verhelfen.

Den Instrumentalisten gelang es immer wieder, sowohl als Solisten als auch als Gesamtensemble, die Stimmungen im Verlauf des Märchens auf das junge Publikum zu übertragen.

Stubengesellschaft als Veranstalter

„Und wenn sie nicht gestorben sind „, mit diesem Schlusssatz beendete Sprecherin Johanna Krumstroh unter dem lang anhaltenden Schlussapplaus das musikalische Märchen. Im Namen der veranstaltenden Engener Stubengesellschaft bedankte sich Dominaka Dömötör herzlich beim Ariang-Quintett.