In Aach konnte im abgelaufenen Jahr 2019 einiges auf den Weg gebracht werden. So wurden unter anderem die Weichen für die im neuen Jahr vorgesehenen Großinvestitionen, wie zum Beispiel die Neugestaltung der Ortsmitte, gestellt. Den Höhepunkt des Jahres bildete sicherlich das Altstadtfest mit der nur alle vier Jahre stattfindenden Stadterstürmung.

Bereits im Frühjahr beschloss der Gemeinderat die Bebauungspläne für das Neubaugebiet Längenberg Ost, Teilbereiche 3 und 4. Anschließend konnten die Erschließungsarbeiten ausgeschrieben werden. Im Oktober rückten die Bagger an, um die Straßenführungen, und die Verlegearbeiten für die Ver- und Entsorgungsleitungen auszuführen. Inzwischen sind diese Erschließungsarbeiten weit fortgeschritten.

Im November begann die Erschließung des Neubaugebiets Längenberg Ost 3+4.
Im November begann die Erschließung des Neubaugebiets Längenberg Ost 3+4. | Bild: Roland Ragg

Kindergarten und Pflegeheim

Mit der Planung und Erweiterung des Kindergartens und der Baugenehmigung für das Pflegeheim wurden weitere wichtige Bauvorhaben auf den Weg gebracht. Schon vollendet und eingeweiht werden konnte im Herbst das Evangelische Gemeindezentrum in der Hegaustraße.

Das Tourismusleitbild, das im ersten Halbjahr 2019 in Workshops von Aacher Bürgern unter der Leitung von Rolf Widmer von dem schweizerischen Planungsbüro „widmer und partner“ entwickelt wurde, konnte im Juli vorgestellt werden. Bei der Neugestaltung der Ortsmitte wird dieses Tourismuskonzept eine wichtige Rolle spielen.

Kommunalwahlen am 26. Mai

Bei den Kommunalwahlen am 26. Mai konnte die CDU fünf Sitze, die Freien Wähler vier Sitze und die Unabhängige Freie Liste Aach einen Sitz erringen. Bürgermeister Manfred Ossola errang einen Sitz im Kreistag.

Auf großes Bürgerinteresse stieß die Vorstellung einer Untersuchung zur Aacher Internetversorgung. Dabei wurde auch ein Masterplan für eine mögliche Breitbandversorgung erarbeitet. Die neue Homepage der Stadt Aach ging am 1. August ans Netz. Dieser Internetauftritt ist sehr gut strukturiert und mit vielen eindrucksvollen Bildern versehen. Die bürgernahe Homepage kann nun auch so manchen Gang zum Rathaus ersparen.

Tausende Besucher beim Altstadtfest

Bei herrlichem Sommerwetter fand Anfang Juli das Aacher Altstadtfest statt. Insbesondere am Festsamstag zog es zur spektakulären Stadterstürmung wieder tausende Besucher nach Aach. Nach dem der Pulverdampf verzogen war, konnte man sich in der Altstadt an mittelalterlichen Attraktionen erfreuen.

Die Aacher Vereine sorgten in ihren Beizen für Verpflegung. Die Aacher Kunstradsportler konnten wieder mehrere deutsche Meistertitel einfahren. Als erfolgreichster deutscher Kunstradverein durfte der RMSV Edelweiß Aach erneut den Goldpokal entgegennehmen.

2020: Bauplätze und neue Ortsmitte

Nachdem im November 2019 die letzte Genehmigung zur Umgestaltung der Aacher Ortsmitte eingegangen ist, erhielt das Büro „Planstatt Senner“ den Auftrag für die entsprechende Ausführungsplanung und für die Ausschreibung der Gewerke. Insgesamt soll die Maßnahme 2,5 Millionen Euro kosten und auf zwei Jahre verteilt werden.

„Wir hoffen, dass die Arbeiten vor der Sommerpause 2020 vergeben werden können und die Arbeiten dann im August September beginnen“, so der angepeilte Zeitplan von Bürgermeister Manfred Ossola. Die 40 Bauplätze im Neubaugebiet Längenberg Ost 3+4 könnten, sofern keine Einsprüche gegen die laufende Umlegung eingehen, bereits im Februar zugeteilt werden. Die Vergaberichtlinien und die Kaufpreise für die 20 gemeindeeigenen Plätze sollen in der ersten Ratssitzung im Januar festgelegt werden.

Mühlenstieg-Sanierung und Brücke

Als weitere Baumaßnahmen im Jahr 2020 sind die Sanierung des gesperrten Mühlenstiegs und die schon lange geplante Fußgängerbrücke über die Aach beim Netto-Markt vorgesehen. Die Planung und Nutzung des Gebäudes Mühlenstraße 1 sowie die Nutzung des Roth-Areals sollen ebenfalls in die Wege geleitet worden.

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Die Kommune möchte sich 2020 auch an Klimaschutzmaßnahmen beteiligen. Hierbei ist an das Setzen von 1100 Bäumen – 600 Berg-Ahorne, 200 Winterlinden, 200 Kirschen und 100 Douglasien – und an abschließende Erkenntnisse aus dem in Auftrag gegebenen Nahwärmekonzept gedacht.