Jeder 23. Autofahrer ist zu schnell gefahren, der schnellste sogar 74 Stundenkilometer mehr als erlaubt: Die Polizei hat in den vergangenen Wochen verstärkt auf der Bundesautobahn A81 zwischen den Anschlussstellen Geisingen und Engen im Hegau geblitzt. Dafür war der sogenannte „Enforcement Trailer“, also der Blitzeranhänger bekannt als Wall-E, im Einsatz, wie das Polizeipräsidium auf Nachfrage erklärt.

130 Stundenkilometer sind auf dem Teilstück der Autobahn 81 erlaubt, rund 5000 Autofahrer haben dagegen verstoßen. Der Spitzenreiter fuhr 204 Stundenkilometer. Insgesamt wurde zwischen dem 16. Dezember und Heiligabend die Geschwindigkeit von insgesamt 118.500 Autofahrer gemessen, wie die Polizei in einem Pressebericht mitteilt.

Warum ausgerechnet am Hegaublick so oft gemessen wird

Während normalerweise die Blitzeranhänger des Landratsamtes oder der Stadt Singen im Landkreis Konstanz zu sehen sind, gehört dieser der Verkehrspolizei-Inspektion Zimmern ob Rottweil und wird von dem Verkehrsdienst in Mühlhausen-Ehingen betrieben. Die hat sich für die Stelle entschieden, weil dem Gerät ein hoher präventiver Charakter zugeschrieben wird, wie ein Polizeisprecher erklärt.

Geschwindigkeitsverstöße und verbotene Autorennen sollen damit verhindert werden. „Im Falle eines verbotenen Kraftfahrzeugrennens schafft die Anlage Beweismittel für die strafrechtliche Verfolgung solcher Straftaten“, heißt es weiter. Deshalb soll der Blitzeranhänger weiterhin verstärkt im Bereich der geschwindigkeitsbeschränkten Strecke der Bundesautobahn A81 zwischen den Anschlussstellen Geisingen und Engen im Hegau eingesetzt werden.