Beim Entwurf und dem Bau des Betriebsgebäudes, das im Juli 2009 eingeweiht und bezogen wurde, hatten die Planer, federführend Stadtbaumeister Matthias Distler, großen Wert auf Flexibilität und Transparenz gelegt. Mit der Konzeption des Baus sollte auf künftige Veränderungen, etwa die Übernahme weiterer Geschäftszweige und die Erhöhung der Mitarbeiterzahl, reagiert werden können. Das Konzept habe sich bewährt, betonte der jetzige Geschäftsführer Peter Sartena bei der Eröffnung des Tages der offenen Tür. Anlässlich des zehnten Jahrestags des Umzugs in den im Schädler-Areal gelegenen Neubau hatten die Stadtwerke eingeladen.

Areal als Entwicklungsfläche

Vor dem Umzug waren die Stadtwerke lange zweigeteilt: Die kaufmännische Abteilung war im Rathaus, der technische Zweig an der Maierhalde untergebracht. Mit neuen Aufgaben wie Gasnetzausbau, Wärmeversorgung und später Telekommunikation wurde ein Umzug in ein größeres Gebäude notwendig. Nach dem Erwerb eines Grundstücks am Schädler-Areal begannen die Planungen. Laut Stadtbaumeister Matthias Distler wurde die Baufläche bewusst ausgesucht: „Das Areal war und ist eine wichtige Entwicklungsfläche: zentral gelegen und gut angebunden“, so Distler. Mit dem Gebäude wurde auch eine Abschirmung gegen die Bahnlinie erreicht. „Das war ein wesentlicher Punkt“, betonte der Stadtbaumeister.

Vortrag zum Thema Gewässerschutz

Glas, Beton und Stahl sind die Hauptkomponenten des Bauwerks. Die Glasfassade mit den teilweise orange hinterlegten Scheiben wird nachts beleuchtet, der Innenraum wurde mit Sichtbeton gestaltet. Bewegliche Wände, Mobiliar auf Rollen und eine platzsparende Einrichtung machen es möglich, die Arbeitsplätze flexibel zu gestalten. Im Rahmen des Tages der offenen Tür fanden auch Impulsvorträge zum Thema „Wasser“ statt. Umwelt- und Naturpädagogin Carina Dambacher stellte die Notwendigkeit des Gewässerschutzes im Hegau heraus. Zunehmende Dürre gefährde vor allem die Uferbereiche von Seen und Gewässern, die zu den artenreichsten Biotopen gehören. In einigen deutschen Landstrichen sei der Boden bis in 1,80 Meter Tiefe ausgetrocknet.