Der Gemeinderat von Engen hat eine erfreuliche Bilanz der Stadtwerke zur Kenntnis genommen. Beschlossen wurde, einen Teil des Jahresüberschusses an den Gesellschafter auszuschütten und den Rest dem Eigenkapital zuzuführen. Geschäftsführer Peter Sartena stellte die umfangreiche Bilanz vor und erläuterte Besonderheiten im vergangenen Geschäftsjahr.

"Auch wir konnten an der allgemein guten wirtschaftlichen Lage teilhaben", äußerte Peter Sartena zufrieden. "Einsparungen konnten an die Kunden weitergegeben werden, aber leider auch Steigerungen. Der Strompreis am Handelsmarkt ist gegenüber dem Vorjahr erstmals seit Jahren wieder angestiegen. Der Gaspreis dagegen leicht gesunken", so Sartena.

"Mit einem Jahresüberschuss von 461 000 Euro knüpfen die Stadtwerke Engen an die guten Vorjahresergebnisse an. Wir haben erneut ein über den Erwartungen liegendes Ergebnis erzielt", so Peter Sartena. "Ursächlich hierfür sind höhere Umsatzerlöse wegen höherer Absatzmengen bei Gas und Trinkwasser als geplant und ein erneuter Kundenanstieg bei der Telekommunikation. Besonders freut uns die ausgeprägte Kundentreue, die uns zeigt, dass unsere Kunden den Kundenservice und das gute Preis-Leistungsverhältnis zu schätzen wissen", so Peter Sartena weiter.

Energiesparen schlägt sich in der Bilanz nieder

Der Stromabsatz sank gegenüber 2016 trotz gestiegener Kundenzahl geringfügig. Stromsparende Maßnahmen und steigender Eigenverbrauch machten sich bemerkbar. Der Erdgasabsatz sank gegenüber 2016 ebenfalls. Der Wasserabsatz erhöhte sich dagegen wegen einmalig höherer zusätzlicher Lieferungen an einen Weiterverteiler deutlich, so die allgemeine Bilanz.

Die Verankerung der Stadtwerke Engen, verbunden mit einem von Nachhaltigkeit, Zuverlässigkeit und Kundenorientierung geprägten Image, seien die Basis für den guten Verkaufserfolg in allen Sparten und Kundensegmenten, ist der Geschäftsführer überzeugt. "Die Anzahl unserer Kunden und die Wechselquoten zeigen, dass die Bindung, insbesondere der privaten und mittelständischen Kunden, erfreulich hoch ist." Vergleichsportale, der einfache Online-Anbieterwechsel und neue branchenfremde Marktteilnehmer erhöhten die Dynamik im Bestandskundengeschäft.

Ein weiteres Ansteigen der ohnehin schon hohen Boni und aggressive Werbung führten insgesamt zu steigenden Wechselquoten, betonte Sartena etwas besorgt. "Allerdings können wir durch unseren strukturierten und spekulationsfreien Energieeinkauf mit dauerhaft wettbewerbsfähigen Konditionen unsere gute Marktposition behaupten", versicherte Sartena. Es bleibe aber weiterhin wichtig, den Kunden die Vorteile einer ortsnahen Versorgung, der Wertschöpfung für die Stadt und die Region sowie die Unterstützung der örtlichen Vereine, des Sports und der Kultur nahe zu bringen.

Rekordabsatz beim Wasser beruht auch auf einmaligem Ereignis

Der teilweise sehr heiße Sommer mit längeren niederschlagsarmen Zeiträumen und hohe Lieferungen an einen Weiterverteiler führten zu einem Rekordabsatz an Trinkwasser im Geschäftsjahr 2017. Dabei habe zu jeder Zeit qualitativ hochwertiges Trinkwasser in ausreichender Menge zur Verfügung gestellt werden können. Der Kennzahlenvergleich Wasserversorgung in Baden-Württemberg bestätigte auch 2017 mit zufriedenstellenden bis sehr guten Ergebnissen eine überdurchschnittliche Leistungsfähigkeit der Engener Trinkwasserversorgung, berichtete der Geschäftsführer.

Seit 2013 wurden nach und nach in den Ortsteilen Welschingen und Bargen sowie in Teilen der Kernstadt und seit Juni 2017 in Stetten und Zimmerholz, Internet und Telefonie angeboten. Die neu erschlossenen Baugebiete wurden mit moderner Glasfasertechnologie angebunden und das bestehende Kabelnetz für schnelles Internet aufgerüstet.