Die Stadt Engen hat für ihre Mitbürger und deren Kinder nicht nur ein vorbildliches Schulsystem aufgebaut, sondern auch ein enges soziales Netzwerk für die außerschulische Betreuung der Kinder und Jugendlichen. Derzeit kümmert sich ein Dreier-Team, bestehend aus Schulsozialarbeit und Stadtjugendpflege, um die Probleme unserer Jugendlichen, bietet Platz für Unternehmungen, berät bei Konflikten und unterstützt die Jugendlichen im Schulleben und Alltag. In der Schulsozialarbeit ist für den Anne-Frank-Schulverbund und die Hewenschule Veronika Matamu tätig, am Gymnasium Lisa Ray, Stadtjugendpflegerin ist Melanie Wieczorek. Für die Schulsozialarbeit an den Grundschulen läuft derzeit ein Ausschreibungsverfahren der Diakonie. Somit konnte über diese Arbeit kein Bericht erfolgen.

Mit der Stadt Engen und dem Diakonischen Werk des evangelischen Kirchenbezirks Konstanz besteht seit 2008 eine Kooperation. Das Diakonische Werk übernimmt die Aufgaben der offenen Jugendhilfe und stellt Fachkräfte zur Verfügung. Die Arbeit der Stadtjugendpflege in Engen wird seit dem Januar 2017 von Melanie Wieczorek mit 70 Prozent versorgt. Ihr zur Seite standen bis Juli 2018 Josh Feuerstein mit 25 Prozent und Sven Korhummel mit einem freiwilligen sozialen Jahr bei der Stadt. Um eine gute offene Jugendarbeit zu ermöglichen, stellt die Stadt Engen Räumlichkeiten wie der Jugendtreff im Hexenwegle, das Chill Out auf dem Gelände des Bildungszentrums sowie ein umfangreiches Budget zur Verfügung.

Verlässliche Öffnungszeiten für Treffpunkte

In ihrem Bericht erläuterte Melanie Wieczorek ihre Aufgaben und Vorstellungen bei der Jugendarbeit sowie ihre Wünsche und Visionen. Wichtigste Aufgaben der Stadtjugendpflege sieht die Leiterin in der Förderung des Entwicklung- und Bildungsprozesses von Kindern und Jugendlichen. Schwerpunkte setzt sie dabei in verlässliche Öffnungszeiten des Jugendtreffs und des Schülertreff am Bildungszentrum. Sie sieht sich als Ansprechpartner für Kinder ab der fünften Klasse und für Eltern, bietet individuelle Begleitung und Beratung der Jugendliche, leistet Präventions- und Aufklärungsarbeit und unterhält ein verlässliches Netzwerk sowie Kooperationen mit Partnern der sozialen Einrichtungen.

Angebot reicht von Partys bis Gesprächsabenden

In ihrem Rückblick freute sich Melanie Wieczorek, dass durchschnittlich pro Öffnungstag etwa 15 bis 20 Jugendliche den Jugendtreff besuchen. Das Einzugsgebiet sei nach wie vor überwiegend die Engener Kernstadt. Im Jugendtreff werden den Jugendlichen verschiedene Veranstaltungen und Aktivitäten angeboten, von der Winterparty mit Grillen über Aktionen mit Profis bis zu Abenden mit Gesprächen über Gewaltprävention und Jugendthemen, Fasnachts-Party mit der Kinderwohnung Kunterbunt sowie Teilnahme an der B. free Soccerleaque-Aktion des Kreisjugendamtes. Höhepunkte waren das Flow Festival 2018 und die Planung und Durchführung beim Programm der Jugendbühne beim Altstadtfest. Auch am Sommerferienprogramm der Stadt Engen beteiligte sich die Stadtjugendpflege mit mehreren interessanten Veranstaltungen.

Unterstützen will die Stadtjugendpflege auch die Jugendgemeinderatswahl im kommenden Jahr, am Schmotzigen Donnerstag wird auf dem Marktplatz für Kinder und Jugendliche eine attraktive Festkulturveranstaltung angeboten. Vorgesehen ist außerdem die Ausweitung der Präventionsprojekte zu verschiedenen Themen.