Die Freiwillige Feuerwehr Engen hat am Samstagnachmittag ihre Jahreshauptprobe in der Altstadt abgehalten. Übungsobjekt war das Rathaus. Da in einem möglichen Ernstfall bei der dortigen zusammenhängenden Bebauung und den engen Gassen ein Übergreifen der Flammen durchaus vorstellbar ist, nahmen an der Übung auch Abteilungen der Freiwilligen Feuerwehren Singen und Tengen teil.

Ein Rathaus in Flammen

Bei bestem Herbstwetter versammelten sich viele Zuschauer auf dem Marktplatz. Dort wurden sie von Moderator Gunther Steurich via Megaphon über folgende Übungsannahme informiert: Passanten stellen eine Rauchentwicklung auf dem Dach des Rathauses fest. Beim Eintreffen der Feuerwehr schlagen bereits Flammen aus dem Dach. Drei Reinigungskräfte werden vermisst.

Bei der Jahreshauptprobe der Freiwilligen Feuerwehr Engen müssen in der verrauchten Altstadt die richtigen Anordnungen getroffen werden.
Bei der Jahreshauptprobe der Freiwilligen Feuerwehr Engen müssen in der verrauchten Altstadt die richtigen Anordnungen getroffen werden. | Bild: Roland Ragg

Nach der Alarmierung über die Rettungsleitstelle raste zuerst der Kommandowagen an. Abteilungskommandant und Einsatzleiter Benjamin Bach verschaffte sich ein Bild von der Lage und ordnete die entsprechenden Maßnahmen an. Natürlich stand die Menschenrettung im Vordergrund des Einsatzes. Sehr schnell bargen die Atemschutztrupps die verletzten Personen und übergaben sie der Bereitschaft des DRK Ortsvereins Engen. Inzwischen war das Engener Drehleiterfahrzeug schon mit dem ersten Löschangriff voll im Einsatz.

So eng kann Engen sein

Etwas schwieriger war es für die Singener Feuerwehrkameraden. Die mussten nämlich mit ihrem Drehleiterfahrzeug rückwärts die enge und steile Spendgasse hochfahren – Zentimeterarbeit. „Wasser marsch!“, dauerte daher etwas länger.

„So eine Dimension bin ich nicht gewohnt“, meinte Reiner Zeller, der als Kommandant der FFW Mühlhausen-Ehingen für die Übungskritik zuständig war. Insgesamt bescheinigte er den an der Übung beteiligten Wehren einen guten Ausbildungsstand und eine hervorragende Zusammenarbeit. Mit launigen Worten bedankte sich abschließend Bürgermeister Johannes Moser bei allen Übungsteilnehmern. Sicher wüsste nun jeder der Feuerwehrleute, warum Engen, Engen heißt.